Mo, 19. November 2018

Zahlen auf dem Tisch

03.09.2018 15:00

Aus für Aktion 20.000: 7000 Wiener betroffen

Für viele ältere Arbeitslose über 50 war die Aktion 20.000 die letzte Chance auf einen Job. Die Stadt Wien legt jetzt Zahlen auf den Tisch: Das Ende der Aktion durch Türkis-Blau bedeutet, dass 6900 Wienern ein neuer Job verwehrt worden ist. Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung hält ihre Zahlen geheim.

FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein hatte die Aktion 20.000 um satte 246.342 Euro Steuergeld evaluieren lassen. Veröffentlichen will sie die Studien aber nicht. Dafür legt die Stadt Wien jetzt Zahlen auf den Tisch: 6900 arbeitslosen Wienern über 50 wird durch das Aus der Aktion ein Job verwehrt. Türkis-Blau hat das Vorzeigeprojekt der SPÖ für Ältere ohne Arbeit am 1. Jänner 2018 gestoppt.

6900 Wiener hätten Job erhalten
„Aus Studien wissen wir, dass das für 90 Prozent von ihnen eine sehr große Chance war, vielleicht auch die letzte, und gerade ihnen wurde die Tür vor der Nase zugeschlagen“, kritisiert Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Wenn die Bundesregierung die älteren Arbeitslosen so im Stich lässt, dann schadet das dem gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so der neue Finanzchef der Wiener SPÖ. 
Die der „Krone“ vorliegende Evaluierung der MA 23 zeigt, dass vor allem die Bezirke Favoriten, Floridsdorf, Donaustadt, Simmering und Meidling profitiert hätten. 6906 Wiener aus der Gruppe 50 Plus hätten einen Job erhalten.

„Zahlen müssen auf den Tisch“
Die SPÖ fordert von der Bundesregierung, ihre Studien, die sie um viel Steuergeld erhoben hat, ebenfalls auf den Tisch zu legen: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Bundesministerin Hartinger-Klein die Ergebnisse zur Aktion 20.000 unter Verschluss hält. Die Zahlen müssen auf den Tisch“, so Hanke.

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Wien
Aktuelle Schlagzeilen
PSG gerät unter Druck
Diskriminierung bei PSG? Justiz schaltet sich ein
Fußball International
Oscar Munguia
Honduras-Spieler vor Hotel-Bar hingerichtet
Fußball International
7 Sündenfälle im BVT
Korruption, Sex-Post, Nanny für Kriegsverbrecher
Österreich
Thema in Italien
Schiedsrichter spricht wegen Fluchens Elfmeter aus
Fußball International
Nations League
Fixiert Herzogs Israel in Schottland den Aufstieg?
Fußball International
Bundesliga-Senat
Sturm Graz: Maresic von Liga für 1 Spiel gesperrt
Fußball National
Argentinien empört
Granate vor „Mini-Clasico“ vor Stadion gefunden
Fußball International
Strömender Regen
Kongo: Fußballspiel wird zum Wasserballmatch!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.