03.09.2018 15:00 |

Zahlen auf dem Tisch

Aus für Aktion 20.000: 7000 Wiener betroffen

Für viele ältere Arbeitslose über 50 war die Aktion 20.000 die letzte Chance auf einen Job. Die Stadt Wien legt jetzt Zahlen auf den Tisch: Das Ende der Aktion durch Türkis-Blau bedeutet, dass 6900 Wienern ein neuer Job verwehrt worden ist. Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung hält ihre Zahlen geheim.

FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein hatte die Aktion 20.000 um satte 246.342 Euro Steuergeld evaluieren lassen. Veröffentlichen will sie die Studien aber nicht. Dafür legt die Stadt Wien jetzt Zahlen auf den Tisch: 6900 arbeitslosen Wienern über 50 wird durch das Aus der Aktion ein Job verwehrt. Türkis-Blau hat das Vorzeigeprojekt der SPÖ für Ältere ohne Arbeit am 1. Jänner 2018 gestoppt.

6900 Wiener hätten Job erhalten
„Aus Studien wissen wir, dass das für 90 Prozent von ihnen eine sehr große Chance war, vielleicht auch die letzte, und gerade ihnen wurde die Tür vor der Nase zugeschlagen“, kritisiert Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Wenn die Bundesregierung die älteren Arbeitslosen so im Stich lässt, dann schadet das dem gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so der neue Finanzchef der Wiener SPÖ. 
Die der „Krone“ vorliegende Evaluierung der MA 23 zeigt, dass vor allem die Bezirke Favoriten, Floridsdorf, Donaustadt, Simmering und Meidling profitiert hätten. 6906 Wiener aus der Gruppe 50 Plus hätten einen Job erhalten.

„Zahlen müssen auf den Tisch“
Die SPÖ fordert von der Bundesregierung, ihre Studien, die sie um viel Steuergeld erhoben hat, ebenfalls auf den Tisch zu legen: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Bundesministerin Hartinger-Klein die Ergebnisse zur Aktion 20.000 unter Verschluss hält. Die Zahlen müssen auf den Tisch“, so Hanke.

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

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