Mi, 21. November 2018

Abrechnung mit Islam

30.08.2018 14:23

Sarrazin prophezeit eine „feindliche Übernahme“

Der Ex-SPD-Senator und Bestsellerautor Thilo Sarrazin (73) hat am Donnerstag in Berlin sein neues Buch vorgestellt. Er prophezeit eine „feindliche Übernahme“ Europas durch den Islam in den kommenden 60 bis 90 Jahren. Der SPD-Bürgermeister des Problembezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky: „Ich muss Thilo Recht geben.“ Es werde aber zu keiner „Übernahme“ kommen, weil die Gesellschaft die richtigen Schlüsse ziehen werde.

Weit mehr als 100 Journalisten waren zur Pressekonferenz gekommen. Politiker der SPD und von den Grünen hatten erklärt, das Buch sicher nicht lesen zu wollen, und es als „Brandbeschleuniger“ bezeichnet. Heinz Buschkowsky stellte die Frage, ob man so ein Buch überhaupt schreiben dürfe, von dem man mit Sicherheit annehmen könne, dass es missbraucht werde. Seine Antwort: „Täte man es nicht, dann würde man es den Pappnasen mit dem Hitlergruß überlassen zu entscheiden, wo die Freiheit in unserem Land endet.“

Der Verlag Random House hatte es abgelehnt, Sarrazins Buch zu verlegen, in letzter Minute schnappte sich der Finanzbuchverlag das Buch. Eine bessere Werbung hätte sich der Autor („Deutschland schafft sich ab“, 1,5 Millionen Mal verkauft) gar nicht wünschen können. Auch die Nachricht, dass die SPD überlegt, wie sie ihr unbequemes Mitglied loswerden könnte, wird den Verkauf ankurbeln.

Bei der Präsentation am Donnerstag wirkte Sarrazin etwas spröde, aber entschlossen, vor ihm die druckfrischen Bücher mit dem sattgrünen Cover. „Feindliche Übernahme - wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“, so der provokante Titel seines neuen Werkes. Der Verlag hat aufgrund der massiven Vorbestellungen schon mal 175.000 Bücher vorab drucken lassen.

Am Donnerstag hat die „Krone“ Thilo Sarrazin zum Interview getroffen. Seine Hauptkritik richtet sich aber nicht nur gegen die Muslime, sondern an all jene, die dem autoritären, archaischen System des Islam nichts entgegensetzen. Denn der aktuell gelebte Islam, so die Conclusio von Sarrazin, sei mit der westlichen Welt und ihren Werten nicht kompatibel.

Angesprochen auf die widerlichen Ausschreitungen in Chemnitz, wo Rechtsradikale nach einer Messerstecherei mit einem Todesopfer Hetzjagden auf Ausländer veranstalteten, betont Sarrazin, dass Extremismus, egal von welcher Seite, abzulehnen sei. Hätte die Politik aber vor Jahren auf ihn gehört, wäre die rechte AfD niemals so stark geworden. Er hoffe, dass die Verantwortlichen diesmal seine Warnungen ein bisschen ernster nähmen.

Das ausführliche Gespräch von Thilo Sarrazin mit Conny Bischofberger lesen Sie in der Sonntags-Krone.

Kronen Zeitung

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