30.08.2018 11:06 |

Lover meldete sich

Familie getötet: Führte Mörder ein Doppelleben?

Das Kuriosum um jenen Fall, in dem ein Familienvater im US-Bundesstaat Colorado seine schwangere Ehefrau und die beiden gemeinsamen Töchter ermordet haben soll, nimmt kein Ende. Nachdem bekannt wurde, dass der Tatverdächtige Chris Watts eine Affäre gehabt haben soll, hat sich nun ein anonymer Mann während einer Liveübertragung eines TV-Senders gemeldet. Gegenüber der Moderatorin behauptete er, dass er kurz vor dem grausamen Familienmord eine Affäre mit Watts hatte.  

Die Moderatorin des amerikanischen TV-Senders HLN, Ashleigh Banfield, sprach während einer Livesendung mit einem Mann, der behauptet, eine Affäre mit Watts gehabt zu haben. Er erzählte, dass er und Watts sich auf der Dating-Plattform „MeetMe“ kennengelernt hatten und sich mehrmals getroffen haben, bevor es zu den schrecklichen Morden kam. 

„War sich über Sexualität nicht bewusst“
„Er hat mir eine Nachricht geschickt“, so der Mann. „Zunächst ging es nur um Smalltalk. Er sagte mir sein Alter und erklärte mir, dass er zwei Töchter habe. Dann sagte er, dass er auf der Suche nach einer langfristigen Beziehung sei.“ Das habe ihn gewundert, da auf Watts‘ Profil nicht angegeben war, dass der 33-jährige Familienvater homosexuell sei. „Wir hatten viele Gespräche. Chris erklärte mir dann, dass er sich über seine Sexualität nicht sicher sei und nur wisse, dass er sich von mir angezogen fühlt“, so der Mann weiter.

„Er verschwieg mir, dass er verheiratet ist“
Nach einem ersten Treffen sei eine „sofortige“ Verbindung da gewesen. Später habe er sogar Zeit mit Watts und deren zwei Töchtern verbracht. Dass er noch verheiratet ist, habe ihm Watts verschwiegen. Erst durch einen zufälligen Kommentar von Tochter Bella, die fragte, ob sie heute „bei Mami und Papi im Bett schlafen dürfe“, habe der Unbekannte Verdacht geschöpft. „Ich fragte ihn, warum er mich angelogen hat. Dann sagte er, dass er wusste, dass er keine Chance bei mir gehabt hätte, wenn er gesagt hätte, dass er verheiratet ist. Er wusste, dass das gegen meine moralischen Werte ging“, erklärte der Mann gegenüber der Moderatorin.

„Soziopathen können leicht zwei verschiedene Leben führen“
Watts habe dem Mann zudem erzählt, dass seine Ehefrau ihm gegenüber „beleidigend“ war. Dass „er sie nicht liebte“ und dass auch „sie ihn nicht liebte“. Er habe gewusst, dass in der Ehe etwas nicht stimmt. „Sonst hätte er sich nicht mit mir getroffen“, so der Mann. Ob der 33-Jährige allerdings wirklich fähig war, seine eigene Familie zu ermorden, wisse der Unbekannte nicht. „Soziopathen können leicht zwei verschiedene Leben führen“, fügte er hinzu. „Ich hoffe, dass er verurteilt wird und den Rest seines Lebens im Gefängnis bleibt.“

Im einem ruhigen Vorstadthäuschen soll Chris Watts Mitte August ein furchtbares Verbrechen begangen haben: Nachdem von der zweifachen Mutter und den beiden Mädchen jede Spur fehlte, wandte sich der Familienvater selbst an die Medien. Der 33-Jährige meldete seine Ehefrau und die gemeinsamen Töchter als vermisst und spielte zu Beginn den besorgten Ehemann. „Ich will meine Familie zurück. Ich will, dass sie sicher sind. Ich will sie unbedingt zurück“, zeigte er sich kurz nach deren Verschwinden vor laufender Kamera besorgt.

Doch der 33-Jährige log. Er selbst soll für das Verschwinden seiner Familie gesorgt haben. Kurz darauf wurde er verhaftet und wegen dreifachen Mordes sowie Behinderung der Justiz angeklagt. Watts befindet sich derzeit im Weld-County-Gefängnis in Gewahrsam.

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