Nest zerstört

Erdwespen stechen Baggerfahrer (34) fast zu Tode

Lebensgefährlicher Wespenangriff auf einen Baggerfahrer (34) im oberösterreichischen Vorchdorf: Er hatte am Donnerstagmorgen ein Erdwespennest zerstört - und die aggressiven Tiere gingen auf den „Feind“ los. Mehr als 20 Stiche musste er einstecken, ehe die Wespen von ihm abließen. Der Einsatz des Rettungshelikopters rettet den Innviertler.

Kurz vor 7.30 Uhr erwischte der Baggerfahrer aus Ort/I. mit seiner Schaufel das Erdwespennest. Die Tiere gingen vor den Augen seiner Kollegen im Lkw zum Angriff über. Der Baggerfahrer flüchtete auf eine Straße, brach zusammen.

Mehr als 20 Stiche
Inzwischen wurde das Rote Kreuz angerufen, das den Notarztheli „Martin 3“ schickte. Als die Crew ankam, war es keine Sekunde zu früh. Der 34-Jährige war kein Allergiker, aber durch mehr als 20 Stiche und Stress hatte er einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock erlitten.

Am Weg der Besserung
Vor Ort konnte der Notarzt den Kreislauf des Baggerfahrers so weit stabilisieren, dass er ins Krankenhaus Vöcklabruck gebracht werden konnte. „Der Patient ist am Weg der Besserung, bleibt zur Beobachtung im Spital“, sagt gespag-Sprecherin Brigitte Buberl.

Tödliche Wespenangriffe
Dass Wespenangriffe tödlich enden können, zeigen Vorfälle aus Oberösterreich: In Scharnstein starb vor elf Jahren ein 47-Jähriger, der ein Erdwespen-Nest zerstört hatte - er war kein Allergiker, durch einen vierfachen Bypass aber geschwächt. 2009 gab’s zwei Tote: eine Traunerin (45) und ein Gemeinderat (60) aus Aigen-Schlägl.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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