Mi, 19. September 2018

„Ein Wunder“

16.08.2018 15:31

Genua: Überlebender aus 20 Metern Höhe gerettet

Auch zwei Tage nach dem Brückeneinsturz in Genua suchen die Rettungskräfte weiterhin nach Verschütteten in den Trümmern. Wie gefährlich der Einsatz ist, zeigt sich in einem Video der italienischen Fuerwehr: Diese konnte den 28-jährigen Gianluca Ardini aus 20 Metern Höhe retten. Der Wagen, in dem der junge Mann festsaß, drohte jeden Moment in die Tiefe zu stürzen.

Ardini war gemeinsam mit einem Arbeitskollegen mit der Brücke in die Tiefe gestürzt. In 20 Metern Höhe blieb der Wagen hängen - der Verkäufer von Computerspielen konnte sich an Seilen festhalten. Der Mann musste so stundenlang mit einer ausgekugelten Schulter ausharren, berichtet seine schwangere Freundin Giulia Organa. Nur der Gedanke an ihr gemeinsames Baby „gab ihm die Stärke, um zu überleben“, erzählt die Freundin. „Sie sagten ihm, er dürfe sich nicht bewegen - das Auto hätte jederzeit abstürzen können.“

Arbeitskollege starb in den Trümmern
„Ich kann mir gar nicht vorstellen, was er durchgemacht hat, als er da stundenlang in der Luft hing“, so Organa. „Ich habe keine Worte für das, was passiert ist, aber ich denke, es war ein Wunder.“ Sein Arbeitskollege Luigi Matti Altadonna (34) hatte weniger Glück: Er starb bei dem Absturz.

Gefährlicher Sucheinsatz mit Baggern, Kränen, Hunden
Indes suchen die Einsatzkräfte nach dem Drama auf der Autobahnbrücke noch immer nach Vermissten - zehn bis 20 Menschen werden noch in den Trümmern vermutet. Bagger und Kräne unterstützen den Einsatz. Die Helfer suchen nach Hohlräumen, dazu werden auch große Betonteile zerschnitten. So können Spürhunde in den Schutt vordringen. Die Arbeit ist sehr gefährlich, da die Trümmer sehr instabil sind. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwindet jedoch mit jeder Minute.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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