Mi, 17. Oktober 2018

Kaution aufgebracht!

08.08.2018 16:22

Enthaftung von Bursche (18) in Florida auf Schiene

Der Oberösterreicher (18), der seit Ende Juli im US-Bundesstaat Florida nach einvernehmlichem Sex mit einer einheimischen 15-Jährigen inhaftiert ist, hat gute Chancen, demnächst auf freien Fuß zu kommen. Inzwischen konnte die mit 200.000 US-Dollar (rund 170.000 Euro) festgesetzte Kaution aufgebracht werden. Dank „der Großzügigkeit eines besorgten österreichischen Staatsbürgers“ sei er in der Lage, die beträchtliche Summe zu hinterlegen, um den Burschen freizubekommen, so Anwalt Matthew Leibert, der die Vertretung des 18-Jährigen übernommen hat.

Dem jüngsten Eintrag ins Justizregister zufolge wurde der Antrag des Verteidigers bewilligt, der eine allfällige Enthaftung mit mehreren Bedingungen verknüpft. So hat der Anwalt beantragt, dass dem Burschen gestattet wird, nach Orange County - ein Verwaltungsbezirk in Florida - zu reisen und bis zum Gerichtstermin dort zu bleiben. Was die jüngsten Entwicklungen für den 18-Jährigen kurzfristig bedeuten, konnte man am Mittwoch im Außenministerium vorerst nicht abschätzen.

Oberösterreicher darf USA nicht verlassen
Der Anwalt verweist weiters darauf, dass der Oberösterreicher erst seit Ende Juni 18 Jahre alt ist und nicht unbedingt die geistige Reife eines Erwachsenen besitzt. Er soll auch psychische Probleme haben, die eine weitere Inhaftierung verstärken könnten. Leibert sichert zu, dass der 18-Jährige, dem bei seiner Festnahme der Reisepass abgenommen wurde, bis zum Gerichtstermin keinesfalls das Land verlassen und sich seiner Anhörung am 14. September sowie dem weiteren Verfahren stellen wird.

Die zuständige Staatsanwaltschaft habe sich laut Leibert nicht gegen die von ihm vorgeschlagene Vorgangsweise ausgesprochen. „Wir sind gemeinsam mit dem Anwalt und den Eltern bemüht, dass so schnell wie möglich die vorläufige Enthaftung des jungen Oberösterreichers gelingt“, sicherte Thomas Schnöll vom Außenministerium am Mittwochnachmittag zu. Die Eltern wären bereits am Weg in die USA.

Auch ein Spendenkonto wurde für den Burschen eingerichtet: Darauf finden sich mittlerweile „Zehntausende Euro“. Der Bürgermeister seiner Heimatstadt hatte eigens für den Burschen und dessen Familie den Aufruf gestartet.

Nach Internet-Romanze in die USA geflogen
Mit einer Internet-Romanze hatte der ganze Vorfall angefangen: Nach langen Liebesbriefen des Mädchens an den 18-Jährigen war der Bursche schlussendlich in die USA geflogen, um seine Chat-Freundin zu treffen. Die beiden kamen sich dabei auch körperlich näher. Das Mädchen soll sich als 16-Jährige ausgegeben haben, wie es heißt - tatsächlich war sie aber erst 15.

Dieser Umstand - irrelevant ist hierbei, dass beide aus freien Stücken miteinander geschlafen hatten - stellt in Florida einen Verstoß gegen das Schutzalter von 16 Jahren dar. Der 18-Jährige wurde schließlich verhaftet. Ihm wird lüsterne bzw. anstößige Belästigung vorgeworfen.

 krone.at
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