Mo, 17. Dezember 2018

Lenkerin verunglückt

18.07.2018 10:00

Handys am Steuer überfordern das Gehirn

Jeder dritte tödliche Unfall geschieht durch Ablenkung, dennoch werden - wie berichtet - täglich 151.000 Telefonate am Steuer geführt und 33.000 Nachrichten geschrieben. Der Grund: Handysünder glauben, man könne beim Autofahren mehrere Tätigkeiten gleichzeitig erledigen. Doch das schafft das Gehirn nicht.

Erst Ende Juni dieses Jahres hatte, wie berichtet, der Blick aufs Handy für eine 28-Jährige aus Oftering tödliche Folgen: Denn sie geriet durch diese Ablenkung in Wolfsbach (NÖ) auf die linke Fahrbahnseite und krachte frontal und ungebremst gegen den Caddy eines 28-Jährigen aus Kematen/Ybbs. Auch sie dürfte, wie zuviele andere auch, geglaubt haben, mehrere Sachen am Steuer erledigen zu können.

Multitasking funktioniert nicht
„Es ist ein Trugschluss, denn das menschliche Gehirn ist nicht zum Multitasking geschaffen“, erklärt Othmar Thann vom KfV. Die Rechnung ist einfach: Maximal kann das  Gehirn 40 Bit pro Sekunde aufnehmen, 90 Prozent der Infos nehmen wir als Bilder über die Augen wahr. Doch im Straßenverkehr strömen weit mehr Eindrücke auf die Lenker ein, die wir filtern müssen - konkret sind 600 bis 800 Millionen Bit an Infos zu finden.

Fahren ist Vollzeitjob
Dazu ASFINAG-Direktorin Karin Zipper: „Vielen Lenkern ist nicht bewusst, dass Autofahren selbst schon eine Form von Multitasking ist. Man muss hinterm Lenkrad agieren, reagieren, Situationen blitzschnell bewerten, alle Sinne auf Empfang schalten“. Ihr Resümee: Autofahren ist ein Vollzeitjob, der hohe Konzentration erfordert, und kein Nebenjob.

Schul-Projekt
Im Kampf gegen diesen weit verbreiteten Irrglauben  startet das Land OÖ mit dem KfV eine Bewusstseinsbildungs-Aktion bei Jugendlichen gegen Ablenkungsunfälle an den Schulen.

Johannes Nöbauer

In diesem Kia starb die 28-Jährige aus Oftering, als sie beim Fahren ihr Handy bediente und abgelenkt war.

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