Künstliche Befruchtung

Acht Millionen Retortenbabys seit 1978 geboren

Wissenschaft
03.07.2018 19:48

Vor knapp 40 Jahren, am 25. Juli 1978, wurde im britischen Oldham Louise Brown als weltweit allererstes Retortenbaby geboren. Damals war die sogenannte In-vitro-Fertilisationen (IVF) noch eine revolutionäre Methode, heute ist sie mehr oder weniger medizinischer Alltag. Acht Millionen Babys wurden mittlerweile weltweit nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung geboren.

Mehr als 500.000 Babys werden laut Schätzungen Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie (ESHRE) weltweit nach einer künstlichen Befruchtung geboren. Berücksichtigt sind dabei In-vitro-Fertilisationen (IVF), Intrazytoplasmatische Spermien-Injektionen (ICSI) und Eizellspenden.

Ein Monitor zeigt eine Intrazytoplasmatische Spermien-Injektionen (ICSI) (Bild: APA)
Ein Monitor zeigt eine Intrazytoplasmatische Spermien-Injektionen (ICSI)

Jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten
Rund jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. In Österreich gab es 2016 - das sind die jüngsten verfügbaren Daten - 10.097 IVF-Versuche. ESHRE-Daten zufolge kommt es bei 36 Prozent der Embryotransfers zu einer Schwangerschaft. Die Aussichten auf eine solche sind grundsätzlich in höherem Alter geringer und nicht jede Schwangerschaft endet mit der Geburt eines Babys.

Die IVF nutzen Mediziner unter anderem bei Fruchtbarkeitsproblemen der Frau wie etwa einem Eileiterverschluss. Dabei wird mit Hormonpräparaten zunächst die Eizellreifung stimuliert. Die gereiften Eizellen werden abgesaugt und im Labor mit den Samenzellen des Mannes befruchtet. Der entstehende Embryo wird dann in die Gebärmutter der Frau gepflanzt.

Am häufigsten wird inzwischen die ICSI angewendet. Sie kommt bei Fruchtbarkeitsproblemen des Mannes zum Einsatz, etwa zu wenigen oder schlecht beweglichen Spermien. Der Ablauf ist zunächst derselbe wie bei der IVF, zur Befruchtung wird jedoch eine Samenzelle unter einem Mikroskop direkt in die Eizelle gespritzt.

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