Mo, 17. Dezember 2018

Betrunken am Steuer

03.07.2018 05:01

2,66 Promille: Jugendamt überprüft nun Alko-Mama

Diese Alko-Fahrt hat für eine 40-jährige Oberösterreicherin viele Konsequenzen: Der Führerschein ist für mindestens ein halbes Jahr weg, dazu kommen bis zu 5900 Euro Strafe. Und die Bezirkshauptmannschaft Gmunden schickt der Alko-Mama - die 2,66 Promille intus hatte, als sie im Auto durch die Gegend gefahren war - nun das Jugendamt vorbei, weil sie ihren achtjährigen Sohn im Wagen mit dabei hatte.

„Wir sind den Kindern verpflichtet, und wenn das Kindeswohl möglicherweise in Gefahr ist oder eine Entwicklungsschädigung befürchtet werden muss, sind wir verpflichtet einzugreifen“, sagt der Gmundner Bezirkshauptmann Alois Lanz und bestätigt, dass der Fall der 40-jährigen Alko-Lenkerin nun vom Jugendamt geprüft wird. Was bedeutet, dass Sozialhelfer und Psychologen die Lebensumstände der Familie nun genau unter die Lupe nehmen, um abzuklären, ob dies ein „Ausreißer“ war oder mehr Probleme dahinterstecken.

Keine sofortige Kindesabnahme
„Eine sofortige Kindesabnahme ist in so einem Fall nicht üblich“, sagt Lanz, da keine akute Gefahr im Verzug ist. „Wir gehen bei Kindern behutsam vor, nehmen diese nur dann aus der Familie, wenn keine andere Möglichkeit besteht“, sagt Lanz.

Gefährdungsabklärungen
Die Bezirkshauptmannschaft bekommt von der Polizei immer dann Mitteilungen, wenn diese bei Amtshandlungen das Wohl eines Kindes gefährdet sieht. In Oberösterreich etwa gibt es rund 6000 solcher „Gefährdungsabklärungen“ pro Jahr, bei mehr als 5000 Kindern übernimmt das Jugendamt einen Teil der Erziehung.

Markus Schütz
Markus Schütz

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