Mo, 10. Dezember 2018

Am Heldenplatz

05.05.2018 19:15

Aufregung um Poller vor Parlaments-Container

Ordentlich Staub aufgewirbelt hat der „Krone“-Bericht über Sicherheitskonzepte für die Parlaments-Container am Wiener Heldenplatz. Die teure Festung aus Pollern und Natursteinen beginnt jetzt langsam zu „bröckeln“.

Angedacht wurden Varianten mit bis zu 178 Steinbrocken oder 142 Pollern. Der mächtige Schutzwall soll die Parlamentarier gegen mögliche Angriffe von Terroristen mit Lkw schützen. Für den Steuerzahler wäre es auf jeden Fall ein teurer Spaß und würde den Heldenplatz verschandeln. Die hässlichen Barrikaden hätten zudem in einigen Jahren keine Funktion mehr, da die Container nur als Ausweichquartiere dienen.

Schieder: „Wird von uns keine Zustimmung geben“
Wenig Freude löst die „Poller-Allee“ bei der SPÖ aus. Klubchef Andreas Schieder will die Pläne unter die Lupe nehmen lassen: „Für Maßnahmen, die gar nicht zu mehr Sicherheit beitragen, sondern nur teuer sind, wird es von uns keine Zustimmung geben.“

Werden Festungspläne deutlich reduziert?
Der frühere Innenminister und jetzige Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) zeigt sich ebenfalls skeptisch: „Ich möchte keinen Poller-Wald vor dem Hohen Haus.“ Was jetzt auf dem Tisch liege, sei ein Vorschlag von Sicherheitsexperten des Innenministeriums. Stattdessen sei eine „Mini-Variante“ mit vier versenkbaren Pollen und Natursteinen vorstellbar.

Ziel sei es, einen Konsens unter allen Parlamentsparteien zu finden.

P. Wagner und R. Schmitt, Kronen Zeitung

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