Do, 18. Oktober 2018

Villach

05.05.2018 16:55

Großbrand des 3M-Werks bleibt ein Rätsel

Die Brandursache des verheerenden Feuers in der Villacher Schleifmittelfabrik 3M ist trotz wochenlanger Ermittlungen weiter ungeklärt. Das Ausmaß der Zerstörung erschwert es Sachverständigen, die genaue Ursache zu eruieren. Vor Mitte Juni sei mit keinem Ergebnis zu rechnen.  An Brandstiftung glaubt man nicht.

Es war ein Dienstag, 3.40 Uhr Früh, als plötzlich dichter Rauch die 3M-Fabrik in Villach erfüllte. Kurze Zeit schlugen Flammen meterhoch aus dem Gebäude. Der Großbrand vom 13. März in der Schleifmittelfabrik hat einen Millionenschaden angerichtet - das Ausmaß der Zerstörung war so enorm, dass bis heute eine Ermittlung der Brandursache nicht möglich war. „Aufgrund des enormen Umfang des Brandes sind die Ermittlungen nach einer Ursache schwierig“, erklärt Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

Wie es heißt, sei nicht vor Mitte Juni mit einem Sachverständigengutachten zu rechnen, das Auskunft über den Grund des Feuers geben soll. Bis dahin bleibt die Ursache ein Rätsel. Dass das Feuer gelegt worden ist, sei nach derzeitigem Ermittlungsstand auszuschließen.

Am Villacher Standort des Weltkonzerns 3M trägt indessen die rasche Aufbauarbeit Früchte. „Wir konnten 50 Prozent der Produktion wieder aufnehmen“, so Geschäftsführer Jens Milde. Jetzt wolle man mit dem Aufbau der stark zerstörten Produktionsstätten starten.

Um die Zeit bis zum Vollbetrieb zu überbrücken, wurden einige Mitarbeiter in 3M-Schwesternwerken in Schweden und Deutschland untergebracht. Bis auf 35 von 300 Arbeitern hätten wieder alle eine Beschäftigung, heißt es. Von Leasingarbeitern habe man sich aber trennen müssen.

Thomas Leitner
Thomas Leitner

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