Mo, 22. Oktober 2018

Verstörende Bilder

21.04.2018 06:59

„In Moscheen sollte man Frieden lehren“

In einer Wiener Moschee spielen Kinder Krieg: Die verstörenden Bilder aus Wien-Brigittenau sorgen für Empörung und werden jetzt auch ein Politikum. krone.at besuchte das Wohnviertel rund um die ATIB-Moschee. Was denken die Anrainer über Kriegsspiele, die hier mit kleinen Kindern aufgeführt wurden? Was kann, soll, muss der Staat dagegen tun?

Auf dem Spielplatz vor der Moschee im Jakob-Winter-Park sitzen Mütter mit Kopftuch und beobachten ihre Kinder beim Spielen. Am Holztisch hat sich eine Familie versammelt. Die Mutter der drei Kinder: vollverschleiert. Ihr Ehemann findet solche Kriegsspiel-Szenen nicht richtig - unter anderem, weil „ ... in einer Moschee nicht fotografiert werden sollte“.

Ein Junges Mädchen findet es auch „nicht okay“ - allerdings weil man Kindern „Frieden beibringen sollte und nicht Krieg, unter welchen Umständen auch immer“.

„Eine Frechheit“
Gegenüber, an der Mauer eines Gemeindebaus, lädt die SPÖ-Brigittenau zum Maiaufmarsch ein: „Zeit für mehr Solidarität“, steht auf dem Plakat. Die Solidarität scheint bei diesem Thema aber nicht vorhanden. Eine ältere Dame fühlt sich bereits „im Ausland“, sobald sie den nahe gelegenen Markt besucht. „Die Politik sollte schon ein Auge darauf haben, dass so etwas nicht passiert“, meint ein junger Passant. „Das ist keine normale Kindererziehung, eine Frecheit“, sagt ein älterer Herr. „Warum soll ich das fördern, es sind unsere Steuergelder! Ich bin dagegen“, erklärt die Hausbesorgerin des Altbaus direkt gegenüber der ATIB-Moschee. 

Viele der Befragten winken ab: „Nix verstehen.“ Auch ein Brigittenauer versteht die Welt nicht mehr: „Was soll das denn, sind wir schon im Krieg, werden die schon ausgemustert?“

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.