Do, 21. Juni 2018

Ruhe vor dem Sturm?

13.04.2018 13:38

Alarmmodus: Syrien stellt sich auf Angriff ein

Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Militärschlag stellt sich Syrien auf einen Angriff ein. Aus regierungsnahen Kreisen hieß es, zahlreiche staatliche und militärische Einrichtungen in der Hauptstadt Damaskus seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. In vielen Behörden sei die Zahl der anwesenden Mitarbeiter verringert worden. Ein dpa-Reporter meldete am Freitag, in den vergangenen Tagen habe der Verkehr auf den Straßen der Hauptstadt deutlich abgenommen. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die syrischen Streitkräfte begonnen, sich von Stützpunkten zurückzuziehen.

Ein Einwohner von Damaskus berichtete, die Menschen in der Hauptstadt lebten wegen der Drohungen in Sorge und Angst vor einem möglichen Angriff. Einige gingen nachts nicht mehr auf die Straße, weil sie davon ausgingen, dass eine Bombardierung zu dieser Zeit erfolgen werde, sagte der 29-Jährige.

Damaskus zwischen Panik und Normalität
Andere Einwohner zeigten sich gelassener. Eine Bewohnerin, die in der Nähe des syrischen Präsidentenpalastes lebt, berichtete, das Leben in Damaskus laufe mehr oder weniger normal. Trumps Drohungen halte sie für „reine Propaganda“. Ein Student sagte der dpa, er sei nicht besorgt, weil Trumps Vorwürfe auf „Lügen und konstruierten Nachrichten“ basierten: „Mein Alltagsleben geht normal weiter.“

Das Weiße Haus hatte am Donnerstag erklärt, eine Entscheidung über einen Militäreinsatz als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgasangriff der syrischen Regierung sei noch nicht gefallen. Zunächst sollten weitere Geheimdiensterkenntnisse ausgewertet werden. Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sollen dort ab Samstag mit Untersuchungen beginnen.

Mattis: „Verhindern, dass das außer Kontrolle gerät, wenn Sie mich verstehen“
Vor dem Verteidigungsausschuss des US-Repräsentantenhauses deutete US-Verteidigungsminister James Mattis an, seine Regierung prüfe eine Reaktion, die sowohl eine Eskalation in der Region verhindere als auch wegen des angeblichen Giftgasangriffs eine deutliche Botschaft an Syriens Machthaber Bashar al-Assad sende. „Wir versuchen, den Mord an unschuldigen Menschen zu beenden“, sagte Mattis US-Medien zufolge. „Aber auf einer strategischen Ebene geht es darum, wie wir verhindern, dass das außer Kontrolle gerät, wenn Sie mich verstehen.“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will nach den Worten eines engen Vertrauten eine mögliche Entscheidung über Militärschläge geheim halten. „Falls die Schläge beschlossen werden, werde ich es Ihnen nicht sagen“, sagte der Chef der Präsidentenpartei La Republique en Marche, Christophe Castaner, den Sendern BFMTV und RMC. „Und der Präsident der Republik wird es Ihnen nicht sagen.“

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