Drama in Brasilien
Verliebter Bayer lebte zwei Wochen auf Flughafen
"Er hat keine Probleme gemacht", zitiert die Nachrichtenagentur AP eine Mitarbeiterin des Flughafens. Im Gegenteil, den Angestellten auf dem kleinen Airport tat der Deutsche mit dem gebrochenen Herzen leid: "Er saß den ganzen Tag nur herum. Es war total traurig."
Der Deutsche kann theoretisch bis Anfang Jänner in Brasilien bleiben, denn erst dann läuft sein Touristenvisum ab. Vonseiten der Behörden gab es zunächst keine Einwände gegen den Airport-Camper. Solange er keine Gäste störe, sei er willkommen, hieß es. Am Donnerstag wurde den Flughafenbetreibern aber der allmählich einsetzende Medienrummel um den Deutschen mit dem gebrochenen Herzen zu bunt. Man habe Heinz M. in eine Klinik bringen lassen, hieß es am Donnerstag.
M. will in Brasilien bleiben
Der angebliche Ex-Pilot ist laut Behördenangaben am 2. Oktober in Brasilien gelandet. Er reiste für seine große Liebe Josiane nach Südamerika, die er im Internet kennengelernt hatte, berichteten lokale Medien. Zunächst checkte M. in ein Hotel ein. Er traf sich mit der Brasilianerin, die Frau brach den Kontakt zu dem 46-Jährigen aber bald wieder ab. Ohne Geld und ohne Bleibe schlug Heinz M. dann seine Zelte am Flughafen auf.
Die Mitarbeiter auf dem verhältnismäßig kleinen Airport umsorgten den Deutschen mit dem gebrochenen Herzen. Sie steckten ihm Essen zu und passten auf seine Koffer und seinen Laptop auf, wenn er in den Waschraum ging. Die Unterbringung in einem brasilianischen Obdachlosenheim hat M. laut den Behörden abgelehnt. Er wolle sich trotz der Enttäuschungen in Campinas niederlassen.











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