Kommissar-Geplänkel

Faymann: “Hätte Wilhelm Molterer nicht akzeptiert”

Österreich
28.10.2009 09:03
Bundeskanzler Werner Faymann hat am Dienstag die Nominierung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn zum österreichischen EU-Kommissar verteidigt. Dabei griff er auch noch einmal den ÖVP-Wunschkandidaten Wilhelm Molterer an: "Ich hätte Molterer als Vorschlag nicht akzeptiert. Er hat immerhin die letzte Regierungsarbeit aufgekündigt."

Der Kanzler wehrte sich in der "ZiB 2" außerdem gegen den Vorwurf, mit der Bestellung von Hahn die Chance auf ein attraktives Ressort vergeben zu haben. "Ich garantiere Ihnen, es hat nicht die geringste Andeutung, geschweige denn Zusage gegeben, dass wir uns auf ein bestimmtes Portfolio verlassen können", so Faymann am Dienstagabend.

Fischler-Kritik zurückgewiesen
Der frühere EU-Kommissar Franz Fischler hatte zuvor behauptet, Österreich hätte im Fall der Nominierung von Ex-VP-Chef Wilhelm Molterer das Agrarressort bekommen. Faymann wies dies zurück und betonte, er werde nun dafür sorgen, dass Hahn ein wichtiges Portfolio erhalte. 

Verteidigt wurde vom SP-Chef auch, dass er das Vorschlagsrecht für den EU-Kommissar der ÖVP überlassen hatte: "Ich habe das Vorschlagsrecht nicht deswegen hergegeben, weil es mich nicht interessiert, sondern ich habe das Vorschlagsrecht hergegeben, weil ich eine Regierung bilden wollte." Man könne in einer Koalition "nicht alles selbst besetzen".

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
28.10.2009 09:03
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt