Und schon bald werden es weit über 100.000 sein. Kritiker befürchten ein Zug-Chaos infolge von Überlastung. Selbst die ÖBB schließen "mögliche Nachteile für die Fahrgäste" nicht aus: "Sämtliche betrieblichen Abläufe müssen exakt passen. Sonst sind Verspätungen unausweichlich", meint Bahnsprecher Herbert Ofner. Denn die Intervalle sind extrem verdichtet, um den neuen Fahrplan bewältigen zu können.
Sämtliche Fernverkehrszüge der Südbahn enden oder beginnen in Meidling. Wer Richtung Villach, Graz, Prag oder Warschau will, muss hier zusteigen. Auch Zigtausende Pendler aus Niederösterreich und dem Burgenland müssen sich umorientieren. Garnituren von und nach Oberwart, Deutschkreutz und Hartberg (nur zur Hauptverkehrszeit) steuern Meidling als Zentralbahnhof an.
Groß angelegte Info-Kampagne für Fahrgäste
Einzig für Fahrgäste der Ostbahn (Richtung Bratislava) ändert sich wenig. Der Ostbahnhof am Areal des alten Südbahnhofs bleibt, wird aber um 150 Meter verschoben. Reisende gehen durch eine provisorische Station, ausgerüstet mit Fahrkarten-Automaten und kleineren Geschäften. Ebenso weiter in Betrieb bleibt die S-Bahn-Haltestelle unter dem Südbahnhof. Sie erhält einen neuen Zugang beim Schweizergarten unweit des Landstraßer Gürtels.
Eine groß angelegte Kampagne soll den ÖBB-Kunden die Neuerungen vermitteln. Darüber hinaus wird es in der Umstellungsphase mehr Personal zur Orientierung am Bahnhof geben. Meidling wird rund um die Uhr von Sicherheitsleuten bewacht. Bahnsteige und Halle sind videoüberwacht. Rund zwei Dutzend Monitore versorgen die Fahrgäste mit aktuellen Informationen.
von Alex Schönherr, Kronen Zeitung










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