Grenzenlose Jagd

Polizisten verfolgen gestohlene Pkws auf A4 bis Ungarn

Burgenland
21.10.2009 13:17
Eine völlig unspektakulär gestartete Routine-Verkehrskontrolle ist Dienstag früh – wie erst jetzt bekannt wurde – auf der A4 im Gemeindegebiet von Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl/See) in eine Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagd ausgeartet.

Ein Beamter der dortigen Polizeiinspektion war gerade mit Überprüfungen beschäftigt, als sich zwei unmittelbar hintereinander fahrende Pkw-Lenker über die Anhaltezeichen eines weiteren Polizisten hinwegsetzten und mit Vollgas in Richtung Ungarn davonpreschten.

Rasante Flucht mit Tempo 180
Aufgrund des dringenden Verdachts, es mit gestohlenen Pkw und den entsprechenden Dieben zu tun zu haben, wurde sofort eine Verfolgung des Audi A6 und des VW Passat Variant – vermutlich beide mit Wiener Kennzeichen – eingeleitet. Das erwies sich freilich als ungemein problematisch, denn die Flüchtenden setzten auf volles Risiko und rasten mit bis zu 180 km/h über die Autobahn.

Nach nicht ganz 20 Kilometern endete die Jagd für die Polizisten zumindest teilweise erfolgreich: Abseits der Fahrbahn der M1 bei Mosonmagyarovar entdeckten Nickelsdorfer Polizisten den Audi mit laufendem Motor hinter einem Gebüsch versteckt. Es wird vermutet, dass der Pkw von der Fahrbahn abgekommen sein und die Leitplanke touchiert haben dürfte, wodurch die rechte vordere Radaufhängung schwer beschädigt wurde. Eine weitere Flucht war so nicht möglich.

Audi-Besitzer wusste noch nichts von Diebstahl
Das Fahrzeug wurde zur Polizeiinspektion Nickelsdorf gebracht, wo weitere Erhebungen ergaben, dass der Audi A6 wenige Stunden zuvor in Wien gestohlen worden war: Der Besitzer, ein 29-jähriger Bosnier, hatte von dem Diebstahl noch gar nichts bemerkt! Die Fahndung nach dem zweiten Pkw, in den vermutlich der Lenker des Audi umgestiegen sein dürfte, verlief bis dato ergebnislos.

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