Einstimmige Wahl

Dornbirner Stoss neuer ÖOC-Boss: "Freude riesig"

Vorarlberg
23.10.2009 10:13
Der Dornbirner Karl Stoss ist am Donnerstag bei der Außerordentlichen Hauptversammlung des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der 52-jährige Vorarlberger übernimmt das Amt von Leo Wallner, der seinen vor einigen Wochen angekündigten Rücktritt nach rund 19-jähriger Amtszeit am Donnerstag offiziell vollzog. Stoss, der Wallner auch im Berufsleben als Generaldirektor der Casinos Austria und Geschäftsführer der Lotterien nachgefolgt war, wurde für vier Jahre gewählt.

Wallner hatte Stoss schon länger als seinen Nachfolger im Auge gehabt. Der Wechsel vollzog sich allerdings rascher als erwartet, die Turbulenzen rund um die Bewerbung Salzburgs um die Winterspiele und die Ungereimtheiten um den langjährigen Generalsekretär Heinz Jungwirth, die jeweils Gegenstand von gerichtlichen Erhebungen sind, bewogen Wallner und in weiterer Folge den gesamten Vorstand zum Rücktritt. "Schuldeingeständnis bedeutet das keines, sondern es macht den Weg frei für eine erfolgreiche Zukunft", betonte Stoss

Zuvor müsse man aber die Vergangenheit bewältigen. "Ich habe der Hauptversammlung empfohlen, einen absoluten Kassasturz zu machen, nichts zu verstecken und alles offenzulegen", erklärte Stoss. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, was vor sich gegangen sei.

"Freue mich riesig über neue Aufgabe"
Der begeisterte Bergsteiger übernimmt das ÖOC in einer Krisensituation. Er hat aber auch die Möglichkeit, die neuen Strukturen selbst federführend mitzugestalten. "Ich freue mich riesig über diese ehrenvolle Aufgabe", erklärte der 52-Jährige und dankte Wallner, der "ein ehrlicher, aufrichtiger Diplomat für den österreichischen Sport" gewesen sei. Wallner bleibt dem Sport als Mitglied des IOC in Österreich erhalten.

Stoss bezeichnete es als eines der großen Ziele, die Sportlerinnen und Sportler wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen. "Wir müssen den Spitzensportlern dienen und nicht umgekehrt", merkte der neue ÖOC-Chef an. Er könne sich vorstellen, dass Sportler in den Vorstand integriert werden oder ein Beirat geschaffen wird, in dem diese ihre Erfahrungen einbringen können.

Neuer Vorstand wird am 3.12. vorgestellt
Mit welchen Kollegen im ÖOC-Vorstand er die Herausforderung in Angriff nehmen wird, soll bis zur Hauptversammlung am 3. Dezember geklärt sein. Eine Wahlkommission und Stoss selbst werden geeignete Personen suchen. "Wir werden sehr rasch Beschlüsse fassen", sagte Stoss. Ob einzelne Mitglieder des bisherigen Vorstandes erneut gewählt würden, werde sich weisen, ausschließen wollte dies Stoss nicht.

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