VP-Wahlversprechen

Tourismusabgabe weicht Steuer für Glücksspiel

Kärnten
13.10.2009 16:34
Was dem BZÖ sein "Jugendtausender", war der VP im Wahlkampf die Rücknahme des Belastungspaketes für die Tourismuswirtschaft. Nun haben die Koalitionspartner ihre Wahlversprechen erfüllt. Und um den Verlust aus der Fremdenverkehrsabgabe auszugleichen, soll das Glücksspiel höher besteuert werden.

2005 hatte die damalige orange-rote Koalition die Fremdenverkehrsabgabe erhöht. Seither läuft die ÖVP, vor allem die Wirtschaftskammer, dagegen Sturm. Mit Erfolg: Die Erhöhung wird zurückgenommen, die Betriebe ersparen sich bis zu drei Millionen Euro. Zusätzlich wird eine Bagatellgrenze  eingeführt: Rund 6.000 Ein-Personen-Unternehmen in Kärnten werden von der  Fremdenverkehrsabgabe befreit.

Landeschef Gerhard Dörfler besteht darauf, dass diese Maßnahme ohne Auswirkung auf das Landesbudget bleibe. Er will im Gegenzug die Abgaben beim kleinen Glücksspiel auf 50 Prozent erhöhen. Wirtschaftsreferent Josef Martinz geht da mit: „Es wird ohnehin gerade eine Reform ausgearbeitet.“

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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