Mit 17 verurteilt
Eltern halfen bei Hinrichtung ihres Sohnes im Iran
Im Iran haben Verwandte das Recht, das Leben eines Verurteilten durch Zahlung von sogenanntem Blutgeld an die Angehörigen des Opfers freizukaufen. Amnesty International und sogar Vertreter der EU hatten sich im vergangenen Monat bemüht, die Familie zu diesem Schritt zu bewegen, nachdem die iranische Justiz das Verfahren gegen den damals erst 17 Jahre alten Behnud Shodshai nicht wiederholen wollte.
Burschen im Streit erstochen
Laut einem Bericht der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Isna sollen sich die beiden Elternteile aktiv an der Hinrichtung in dem Teheraner Gefängnis beteiligt haben.
Behnud Shodshai hatte vor vier Jahren einen Burschen mit einer Glasscherbe erstochen, nachdem dieser ihn mit einem Messer bedroht hatte. Laut Augenzeugenangaben war der 17-Jährige zuvor bei einem Streit eingeschritten und hatte versucht zu schlichten.
Hinrichtungen: Iran nach China die Nummer 2
Amnesty International zufolge wurden im Iran im vergangenen Jahr mindestens 346 Menschen hingerichtet. Weltweit werden nur in China mehr Menschen exekutiert.











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