So, 16. Dezember 2018

Forscher überrascht

02.03.2018 15:26

1,5 Mio. Adeliepinguine auf Südpol-Inseln entdeckt

Eine überraschende Entdeckung haben Wissenschaftler am Südpol gemacht: Auf den abgelegenen Danger Islands im Osten der Antarktischen Halbinsel fanden sie Kolonien von insgesamt 1,5 Millionen Adeliepinguinen. Nur 160 Kilometer westlich des Archipels gehe diese Art wegen der Eisschmelze zurück, heißt es in dem in der Zeitschrift "Scientific Reports" erschienenen Artikel.

Dass die kleinen Pinguine mit dem weißen Bauch, dem schwarzen Kopf und den weiß umrandeten Augen auf mindestens neun Inseln im Weddell-Meer leben, war bekannt. Doch nun stellte sich heraus, dass ihre Zahl weitaus größer ist, als bislang angenommen.

Die Forscher aus den USA, Frankreich und Großbritannien machten die Entdeckung anhand der Analyse von NASA-Satellitenbildern, wie Heather Lynch von der Universität Stony Brook in den USA sagte. "Am Anfang dachte ich, es ist ein Fehler." Aber die hoch aufgelösten Satellitenbilder hätten dann gezeigt, dass die Forscher "eine bedeutende Entdeckung" gemacht hätten.

Gegend nur schwer zugänglich
Die Gegend ist normalerweise wegen der dichten Eisschicht schwer zugänglich, doch im Dezember 2015 konnte ein Forscherteam eine seltene Öffnung des Eispanzers nutzen und eine Expedition zu den Danger Islands unternehmen. Mithilfe von Drohnen, Fotos und der eigenhändigen Zählung von Nestern und Vögeln kamen die Wissenschaftler auf 751.527 Brutpaare von Adeliepinguinen - "mehr als auf der gesamten restlichen Antarktischen Halbinsel", einer Region im Norden der Antarktis. "Das war eine unglaubliche Erfahrung, so viele Pinguine zu finden und zu zählen", erklärte der Zoologe Tom Hart von der Universität Oxford.

"Deutlicher Kontrast" zu den jüngsten Studien
Adeliepinguine leben weit verstreut in der Antarktis. Laut der Artenschutzorganisation IUCN wächst ihre Population im Allgemeinen, doch zeigten Studien zuletzt, dass einige der Kolonien im Rückgang begriffen sind. Der neue Fund habe einen "deutlichen Kontrast" zu den jüngsten Studien gebracht, erklärte Hart.

Die Ursache für den Rückgang mancher Adeliepinguin-Kolonien sei noch nicht bekannt, fügte er hinzu. Möglich seien „der Klimawandel, die Fischerei und direkte Störungen durch den Menschen“. Wissenschaftlern macht vor allem die Krillfischerei Sorgen, denn die winzigen Krebstiere sind ein Hauptnahrungsmittel für viele Pinguine.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Spanische Siege
Barca-Verfolger Real und Atletico siegen knapp
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:1 gegen Werder! Dortmund ist Herbstmeister
Fußball International
Drama um Gentner
Vater von Stuttgart-Kapitän im Stadion gestorben
Fußball International
Bei Partizan-Spiel
Linienrichter mit etwa 100 Schneebällen beworfen!
Fußball International
Trotz SVM-Aufbäumens
Mattersburg-K.-o.! LASK bleibt zu Hause eine Macht
Fußball National
„War folgenschwer“
Unheimlich! Gisin schrieb vor Sturz von Kitz-Crash
Wintersport
18. Bundesliga-Runde
Sturm gewinnt gegen die Admira mit 3:0
Fußball National
Weltfußballer
Modric: „Das war nicht fair von Messi und Ronaldo“
Fußball International
Premier League
Tottenham siegt dank spätem Eriksen-Treffer
Fußball International
Brüggler & Angerer top
Rodeln: Zwei Doppelsitzer-Führende nach erstem Tag
Wintersport
Auch Treichl im Top 10
Maier und Beierl Weltcup-Sechste in Winterberg
Wintersport
Gregoritsch trifft
Hammer-Alaba und die Bayern sind zurück!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.