Sa, 23. März 2019
09.10.2009 16:47

Kärnten führt

Bereits fünf Tote durch Alkounfälle - Jugend gefährdet

Hinter Niederösterreich hat Kärnten heuer bereits die meisten Tote bei Alkounfällen zu beklagen. Fünf Menschen sind bislang durch den Leichtsinn anderer ums Leben gekommen – im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es zwei! Hauptrisikogruppe bleiben jugendliche Lenker, weswegen Verkehrsexperten nun auch eine 0,1-Promilleregelung bis zum 24. Geburtstag fordern.

„Rund 88 Prozent der Alko-Lenker sind männlich. Und jeder vierte ist zwischen 18 und 24“, rechnet Martin Blum vom Verkehrsclub Österreich vor. Er hält daher eine Verlängerung der 0,1-Promille-Grenze für Fahranfänger bis zum 24. Lebensjahr für sinnvoll.

Die Zahl der Alkounfälle ist bis Juli übrigens in Österreich leicht gesunken – in Kärnten allerdings verzeichnet man einen traurigen Anstieg bei den Todesopfern. Mussten im Vorjahr zwei Menschen ihr Leben bei einem durch einen betrunkenen Autofahrer verursachten Crash ihr Leben lassen, so waren es heuer fünf – nur Niederösterreich hat mit acht Verstorbenen noch mehr.

Statistisch gesehen ist somit jeder zwölfte Verkehrstote auf Alkohol zurückzuführen. Abschreckende Wirkung zeigen dabei offenbar auch die Gerichtsstrafen am Klagenfurter Landesgericht nicht: Denn wer betrunken jemanden bei einem Unfall tötet, wandert in der Regel ins Gefängnis.

von Kerstin Wassermann („Kärntner Krone“)
Symbolbild

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