Mit Sex "bezahlt"

Süchtige gab allein heuer 60.000 Euro für Drogen aus

Kärnten
08.10.2009 20:15
Nach der Verhaftung von Drogenhändlern in einem Asylantenheim in Ponfeld bei Klagenfurt werden immer mehr, zum Teil tragische Details bekannt. So hat eine süchtige Frau allein heuer an die 60.000 Euro für Suchtgift ausgegeben. Und wenn sie einmal kein Geld hatte, dann "bezahlte" sie eben mit Sex.

Die 27-Jährige war zu Beginn der Geschäftsbeziehung mit den Nigerianern zwar schon drogenabhängig, hatte aber noch einen fixen Job. Chefermittler Alfred Fina: „Den hat die Frau aber mittlerweile verloren. Kein Wunder, sie kam jeden Tag und hat seit Jahresanfang mindestens 60.000 Euro für Drogen ausgegeben.“

Die Sucht zeigte bald körperliche Auswirkungen; die 27-Jährige verlor die Anstellung. Die Folge: 50.000 Euro Schulden. Fina: „Sie war aber nicht auf Entzug, obwohl sie bei der Vernehmung an Entzugserscheinungen gelitten hat. Ihr Argument: Koks und Heroin für 100 Euro brächten ihr wenigstens zwei schöne Tage. Wir mussten sie natürlich in die Klinik einliefern.“ Wenn die junge Frau kein Geld für Drogen hatte, stieg sie mit den Dealern ins Bett.

Kunden regelmäßig kontaktiert
Diese waren übrigens sehr rührig. Telefonisch wurde fleißig Werbung gemacht; jeder Kunde regelmäßig kontaktiert. „20 Konsumenten haben wir bereits einvernommen, weitere 20 sind uns inzwischen bekannt“, so Fina.

Einwegspritzen in Apotheken gekauft
Verkauft haben die Nigerianer die Drogen sogar vor der Polizeikaserne in Krumpendorf. Fina: „Viele Kunden fuhren direkt vom Asylantenheim zur Apotheke, wo sie Einwegspritzen kauften. Manchmal sogar in billigen Großpackungen. . .!“

von Serina Babka, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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