22.02.2018 16:10 |

Prozess in Deutschland

Komplize des Wiener IS-Terroristen vor Gericht

Sogar eine selbst gebaute "Probebombe" hatten sie schon gezündet: Der mutmaßliche IS-Sympathisant Kevin T. (22), der Anschlagspläne des Wieners Lorenz K. (19) unterstützt haben soll, muss sich ab sofort in Deutschland vor Gericht verantworten. Auch eine 17-Jährige ist mitangeklagt. Sie war nach islamischen Recht mit dem Wiener verheiratet. Der Prozess gegen Lorenz K. beginnt hierzulande im April.

Dem 22-Jährigen aus Neuss im deutschen Nordrhein-Westfalen wird unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. So soll er den im Jänner 2017 in Wien verhafteten mutmaßlichen Bombenbauer Lorenz K. bei dessen Anschlagsplänen - etwa auf die US-Militärbasis in Ramstein - unterstützt haben. Auch soll er ihm 2016 Unterschlupf gewährt haben: Damals sollen die zwei in einem Park in Neuss sogar eine Bombe zu Testzwecken gezündet haben!

Die mitangeklagte Amal E. (17) soll mit dem Wiener nach islamischen Recht verheiratet gewesen und seine Anschlagspläne unterstützt haben. Ihr Vater hatte Nachrichten entdeckt und Alarm geschlagen: Ihr Mann hatte Amal zu Terrorhandlungen aufgefordert.

Die Verhandlung gegen Kevin T. und Amal E. im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist bis 11. Juni auf mehr als 20 Tage anberaumt. Die Öffentlichkeit wurde zu Prozessbeginn aufgrund des Alters der Angeklagten zum Tatzeitpunkt ausgeschlossen.

Prozess in Wien ab 4. April
In Wien startet dann am 4. April die Verhandlung gegen Lorenz K.: Er soll auch einem Zwölfjährigen eine Anleitung zur Bombenherstellung geschickt und ihn zu einem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen angestiftet haben. Der Bub soll tatsächlich mit einer selbst gebauten Nagelbombe dort gewesen sein - es "krachte" nur nicht, da versteckte er den Sprengsatz im Gebüsch, wo ihn später die Polizei fand.

Kronen Zeitung

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