Mo, 18. Juni 2018

Neues Kompetenzzentrum

22.02.2018 11:59

Verteilen von Strafen ist eine reine Frauensache

Im Herbst 2017 rief das Land das Dezentralisierungs-Projekt ins Leben. In Etappen hat danach die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach von den anderen Bezirksbehörden das Strafen ausländischer Autofahrer übernommen. Täglich werden rund 1000 Fälle übermittelt. Um diese kümmern sich ausschließlich fünf Damen.

Über mangelnde Arbeit können sich  die fünf Ladys (drei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte) in der CBE-Abteilung der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach nicht beschweren. Das CBE steht für Cross Border Enforcement.  Also für die Verfolgung von Strafen ausländischer Verkehrsteilnehmer – und die werden von Tag zu Tag mehr. Denn seit Herbst übernehmen die fünf Damen im Rahmen des Dezentralisierungs-Projekts des Landes in Etappen die Aufgaben der anderen Bezirksbehörden. Nur noch Vöcklabruck fehlt auf der Liste.

18.000 Strafen seit Monatsbeginn
Seit Anfang des Monats bearbeitet das Kompetenzzentrum für Verkehrsdelikte auch den Bezirk Linz-Land.  Damit kam eine neue Welle an Strafen dazu. „Wir haben in den ersten drei Wochen bereits 18.000 Anzeigen“, sagt Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner.

Nur Hälfte hat gute Zahlungsmoral
Seit Beginn des Projekts wurden bereits rund 200.000 Fälle behandelt. Bei 99 Prozent der Delikte handelt es sich um Geschwindigkeitsübertretungen. Übrigens: Nur die Hälfte bezahlt die Anonymverfügung sofort, der Rest muss erst mit einer Strafverfügung erinnert werden.  „Die beste Moral haben Staatsbürger aus den ehemaligen Ostblockländern und aus Deutschland“, weiß Mitterlehner.

Land plant weitere Kompetenzzentren
Rasch ausbauen will das Land nach dem Rohrbacher Vorbild nun auch weitere Kompetenzzentren. Es gibt bereits konkrete Überlegungen. Landeshauptmann Thomas Stelzer hält sich aber noch bedeckt: „Wir wollen noch mehr Jobs in den Regionen anbieten, sprich dort, wo die Menschen leben. Das wollen wir durch ein noch attraktiveres Homeoffice-Angebot, aber auch durch die Stärkung von Bezirkshauptmannschaften im Sinne von Kompetenzzentren erreichen.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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