Auto als "Geisel"

Kärntner fühlt sich von bayrischer Polizei abgezockt

Österreich
02.10.2009 11:56
Grantig ist seit ein paar Tagen ein 53-jähriger Kärntner aus Rosental, wenn's um die sonst als freundlich bekannten Bayern geht. Denn ihm wurde in München das Auto abgeschleppt und fünf Tage lang nicht mehr herausgegeben - weil der Verdacht auf einen Blechschaden-Unfall bestand. Der stellte sich dann als falsch heraus. Zahlen muss der Kärntner trotzdem.

"Eine Sauerei, wie da mit mir umgegangen worden ist!", ärgert sich der Berufskraftfahrer (53) aus St. Jakob im Rosental. Mitten in München wurde sein Opel beschlagnahmt: Ein BMW-Besitzer hatte einen Blechschaden und die Polizei den Verdacht, dass der Kärntner Wagen diesen verursacht hatte.

"Man muss sich das bitte vorstellen, dass da fünf Tage lang eine Spurensicherung vorgenommen worden ist. Um dann draufzukommen, dass ich ehrlich war, mein Auto keine Delle hat und auch an keinem Unfall beteiligt war!"

Kärntner fordert 650 Euro Entschädigung
Die Anzeige wurde also eingestellt; eine Entschädigung dafür, dass der Kärntner unschuldig autolos war, gibt's auch nicht. Im Gegenteil: Er sitzt auf 650 Euro Anwaltskosten, da er im ersten Schreck um juristischen Beistand gebeten hatte. "Ich habe gedacht, mein Auto wurde gestohlen, und rief die Polizei. Dort war es zur Untersuchung."

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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