Dass es beim Kauf auf Details ankommt und Konsumenten mit dem richtigen Blick Täuschungen durchaus vermeiden könnten, zeigt das Beispiel Käse deutlich. Achten sollte man auf die Angabe "F.i.T." für "Fett in Trockenmasse", die nur für Milchprodukte verwendet werden darf. Besonders wichtig: Wenn auf der Zutatenliste Milch nicht als erster Bestandteil angeführt wird, handelt es sich nicht um echten Käse.
Hintergrund: Bei der Inhaltsangabe muss der am meisten verwendete Bestandteil zuerst genannt werden, die restlichen folgen in absteigender Reihenfolge. Typische Angabe für einen unechten Käse: Wasser, Fett, Eiweißerzeugnis, Stärke usw. Bei echtem Käse beginnt die Aufzählung mit Roh- bzw. pasteurisierter Milch. Das österreichische Recht gibt außerdem vor, dass nur Milcherzeugnisse als Käse bezeichnet werden. Alle anderen sollten Fantasie-bezeichnungen wie beispielsweise "Schmelz-Mischung" erhalten.
Mehr als 1.500 Proben untersucht
In der Warengruppe Käse wurden 2008 von der AGES 1.519 Proben untersucht. Der Großteil der Beanstandungen betraf für den Verzehr ungeeignete, verdorbene Waren (131). Elf Proben wurden als gesundheitsschädlich beurteilt. Bei 111 Produkten wurden Kennzeichnungsmängel nachgewiesen, 24 Proben zeigten zur Irreführung geeignete Angaben.
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