Mi, 15. August 2018

Gute Laune

25.02.2009 16:44

Menschen mit "Glücksgen" sehen Sonnenseite

Ob jemand das berühmte Glas Wasser eher halb voll oder halb leer sieht, hängt britischen Wissenschaftlern zufolge möglicherweise von einem einzelnen "Glücksgen" ab. Ihre Untersuchung deute darauf hin, dass manche Menschen eine "gengesteuerte Neigung" hätten, die Sonnenseite des Lebens zu sehen. Die Forscher schauten sich ein Gen namens 5-HTTLPR genauer an, das beim Transport des "Gute Laune"-Stoffs Serotonin im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.

Das Team um Elaine Fox von der Universität Essex zeigte 97 Versuchspersonen mehrere Bilderpaare, wobei diese aus drei Kategorien stammten: Negative Bilder, die beim Betrachter Angst oder Stress auslösen, angenehme oder erotische Bilder sowie neutrale Bilder. Die Bildpaare waren jeweils aus zwei der Kategorien zusammengesetzt, heißt es in der aktuellen Studie, die in der britischen Fachzeitschrift "Proceedings Of The Royal Society B" veröffentlicht wurde. Dabei zeigte sich, dass die 16 Versuchspersonen mit einer "langen" Variante des Gens negatives Material "auffällig" mieden, während sie für positives Material besonders empfänglich waren.

"Kognitiver Kernmechanismus"
Bei den übrigen Teilnehmern, die das Gen in zwei kürzeren Varianten trugen, sei es genau umgekehrt gewesen, wenn auch nicht ganz so deutlich ausgeprägt, berichteten die Wissenschaftler. Dies deute darauf hin, dass die Neigung, das Gute im Leben zu sehen, ein "kognitiver Kernmechanismus" sei, der darüber entscheide, wie stressbelastbar ein Mensch sei. Bisher war bekannt gewesen, dass es drei Varianten des Transportgens gibt, und dass die beiden kürzeren mit einer stärkeren Anfälligkeit für Depressionen und Selbstmordversuche einhergehen.

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