Mi, 15. August 2018

90.000 ¿ ergaunert

25.02.2009 13:43

Sieben Drogenkuriere vor Gericht

Wegen Suchtgifthandels sind am Mittwoch sieben Angeklagte in Korneuburg vor Gericht gestanden. Sie wurden schuldig gesprochen, im Vorjahr mehrmals Marihuana im Wert von 90.000 Euro von Wien nach Klagenfurt gebracht und in der Kärntner Landeshauptstadt abgesetzt haben. Sie nahmen die Urteile an; sie sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

Die ursprünglich für zwei Tage anberaumte Verhandlung ging schon nach einem Tag zu Ende, nachdem die Verteidiger auf Zeugen verzichtet hatten.

Eine Frau (30) und zwei junge Männer (20 und 17) aus Klosterneuburg hatten zugegeben, die Transporte im Pkw durchgeführt zu haben, wobei sie das Cannabiskraut - in "Billa-Sackerln" - an verschiedenen Adressen in Wien abholten und in Klagenfurt ablieferten. Der 17-Jährige war nur als Begleiter im Auto dabei, die beiden anderen kassierten 400 Euro pro Tour. Die Aufträge erhielten sie per SMS. "Hineingeraten", wie es der vorsitzende Richter des Schöffensenates in einer Frage formulierte, sind sie durch den eigenen Suchtgiftkonsum. Nun machen alle drei Therapien.

Asylwerber als Drogendealer
Weiters saßen auf der Anklagebank vier aus Gambia stammende Asylwerber im Alter von 19 bis 34 Jahren, von denen drei in Klagenfurt lebten und einer in Wien wohnte. Sie kannten sich aus dem Asylantenheim. Der vom 20-Jährigen als "Chef" Bezeichnete gab an, in Klagenfurt von anderen Schwarzafrikanern beliefert worden zu sein und dann auch die Organisation übernommen zu haben, nachdem sein Vorgänger in Schubhaft genommen worden war. Dieser und ein weiterer gaben zu, die Säckchen übernommen zu haben. Der von der Frau belastete siebente Beschuldigte bestritt, ihr Suchtgift verkauft zu haben.

Der 20-Jährige wurde zu 15 Monaten Freiheitsstrafe, davon fünf unbedingt, verurteilt. Die Frau und der 17-Jährige erhielten zehn bzw. sechs Monate bedingt. Der mutmaßliche Drahtzieher des Handels wurde zu 16 Monaten (und Widerruf von zehn Monaten eines zuvor begangenen Delikts) verurteilt, zwei weitere Asylwerber aus Gambia zu 12 Monaten, davon vier unbedingt, und der vierte zu 15 Monaten, davon fünf unbedingt.

Symbolbild

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