Notquartiere voll

Hunderte Obdachlose müssen im Freien schlafen

Wien
20.02.2009 17:02
Nach dem Tod zweier Obdachloser, die in einem Abbruchhaus in Floridsdorf Unterschlupf gesucht und bei einem Brand ums Leben gekommen waren, schlägt nun die Caritas Alarm: Trotz der derzeitigen klirrenden Kälte müssen hunderte Menschen im Freien schlafen. Die Notquartiere sind völlig überfüllt.

"Armut ist in Österreich ein Stück Realität", so Caritas-Direktor Michael Landau. Trotz der derzeitigen frostigen Temperaturen müssen hunderte Menschen unter Brücken, auf Parkbänken oder an anderen Orten im Freien schlafen. Für viele wird nun das Betreuungszentrum Gruft in Mariahilf zur letzten rettenden Zufluchtsstätte. Allein in der Nacht auf Freitag übernachteten dort 91 Obdachlose. 

"Niemand schläft freiwillig auf der Straße"
Aber auch die anderen Notquartiere sind in diesen Tagen völlig überfüllt. Gleich mehrmals pro Woche besuchen die Streetworker jene Plätze im Freien, an denen Wohnungslose die Nächte verbringen. "Wir verteilen jetzt vermehrt dicke, winterfeste Schlafsäcke", sagt die Leiterin der Gruft, Martina Pint. Und sie stellt klar: "Eines sollte jedem von uns bewusst sein: Niemand schläft freiwillig auf der Straße." 

"Viele Menschen in Österreich frieren, und das sollte uns nicht kalt lassen", bittet Landau um Spenden. PSK 7.700.004; BLZ 60.000, Kennwort: "Gruft-Winter-Paket".

Von Doris Vettermann

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