Sa, 18. August 2018

Leiche in Baracke

18.02.2009 10:45

Rätsel um Teenager-Leiche in US-Militärbasis

Das US-Militär sieht sich mit einem möglichen Tötungsskandal in einer Kaserne im Bundesstaat Washington konfrontiert: Am Wochenende ist dort ein 16-jähriges Mädchen tot in einer Soldatenbaracke gefunden worden. Eine gleichaltrige Freundin sei bewusstlos neben der High-School-Schülerin gelegen, gab die Armee am Dienstag bekannt. Man habe keine äußerlichen Gewalteinwirkungen an der Leiche des Mädchen festgestellt, hieß es. Die Todesursache sei unbekannt. Eine Autopsie wurde angeordnet, die Militärpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Die beiden Mädchen hatten keine Verwandten auf der Army Base in Fort Lewis, 50 Kilometer von der Großstadt Seattle entfernt. Sie dürften höchstwahrscheinlich von Soldaten illegal auf die Militärbasis geschmuggelt worden sein. Laut Vorschriften dürfen sich Zivilisten nur angemeldet und in Begleitung eines Militärs auf dem Kasernengelände bewegen. Minderjährige müssen zudem von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden.

Die Leiche der 16-Jährigen, die mir ihrer Freundin in der Nähe von Fort Lewis auf die High School geht, wurde um drei Uhr früh in der Nacht auf Sonntag gefunden. Die Umstände gab das US-Militär nicht bekannt. Man habe mit der Bekanntgabe des Falles bis Dienstag gewartet, da zuerst die Eltern der beiden Mädchen verständigt werden mussten. Die bewusstlos aufgefundene Freundin der Toten befinde sich in einem Krankenhaus, sie sei aber nicht ansprechbar.

Soldat wird befragt
Auf die Obduktionsergebnisse müsse man noch bis nächste Woche warten, hieß es. Inoffiziell äußerte ein Militär gegenüber US-Medien den Verdacht, dass Drogen und Alkohol mit im Spiel gewesen sein könnten. Eine natürliche Todesursache schließt er aus. Ein Soldat, der zu den Mädchen Kontakt gehabt haben soll, werde vernommen.

Die "Seattle Times" berichtet nach einem Lokalaugenschein, dass Fort-Lewis-Soldaten von Einheimischen immer wieder mit minderjährigen Mädchen gesehen werden. Es sei sehr einfach für die jungen GIs, jemanden auf die Militärbasis zu schmuggeln. "Das passiert täglich", berichtete ein Ortsansässiger der Zeitung.

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