Mo, 20. August 2018

Fachwelt alarmiert

16.02.2009 11:03

Biosprit heizt Klimaerwärmung weiter an

Aus Pflanzen gewonnener Biosprit könnte laut einer aktuellen US-Studie die Klimaerwärmung weiter anheizen. Für die Schaffung neuer Anbauflächen werde meist tropischer Regenwald abgebrannt und dabei klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt, wie Holly Gibbs von der renommierten Universität Stanford bei der Vorstellung einer Studie am Samstag sagte. Bis sich der geringere CO2-Ausstoß durch das Tanken von Biosprit für das Klima bezahlt mache, müssten Jahrzehnte vergehen.

Beim Anbau ertragreicher Pflanzen wie etwa Zuckerrohr wäre die CO2-Bilanz nach 40 bis 120 Jahren ausgeglichen, erläuterte Gibbs. Beim Anbau weniger ertragreicher Pflanzensorten wie etwa Sojabohnen wären es sogar hunderte von Jahren.

Die rasante Zunahme von Anbauflächen für Biosprit habe die Fachwelt alarmiert, sagte die Forscherin vom "Woods Institute for the Environment" in Stanford. Die weltweite Produktion von Ethanol habe sich zwischen 2000 und 2007 vervierfacht, die von Biodiesel sogar verzehnfacht. Die Abholzung von Wäldern sei ihrer Ansicht nach bereits bis zu zwei Drittel durch die starke Nachfrage nach Biotreibstoffen bedingt, sagte Gibbs.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.