Sa, 22. September 2018

Bereits 14,6 Prozent

13.02.2009 07:50

Zahl der Untauglichen 2008 weiter gestiegen

Immer mehr junge Männer fallen bei der Musterung durch. Ganze 14,6 Prozent der stellungspflichtigen 18-Jährigen (Jahrgang 1990) wurden bei der Begutachtung für den Wehrdienst als "untauglich" ausgemustert, das waren 6.571 von insgesamt 44.900 Personen. Im Jahr 2007 waren es noch 13,1 Prozent von über 47.000 Stellungspflichtigen und 2006 13,4 Prozent. Das geht aus der Stellungsstatistik für 2008 hervor. Die häufigsten Gründe für die Untauglichkeit sind "psychologischer Natur".

Rund ein Drittel der 6.571 untauglichen Wehrpflichtigen wurde gar aufgrund mehrerer Einzeldiagnosen vom Bundesheer abgelehnt. Die hierfür maßgeblichen Diagnosen liegen im Detail noch nicht vor, es lässt sich laut Bundesheer jedoch schon jetzt absehen, dass "verschiedene psychologische Gründe wesentlichen Einfluss" auf eine Untauglichkeit aufgrund einer derartigen Mehrfachminderung haben.

Intelligenzmängel bei 6,1 Prozent
Auch bei den konkreten Einzeldiagnosen ist die Zahl an psychischen Problemen hoch: 5,12 Prozent der Untauglichen hatten Krankheiten des Nervensystems und weitere fünf Prozent neurotische und psychosomatische Störungen. Bei 6,1 Prozent hat die Intelligenz nicht ausgereicht, bei 4,8 Prozent wurden Entwicklungsstörungen und bei weiteren 4,8 Prozent Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen festgestellt.

Junge Männer mit Ohrenproblemen
Bei den körperlichen Erkrankungen waren die häufigsten Gründe für die Untauglichkeit angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien. Diese Diagnosen wurde bei 7,6 Prozent bzw. rund 500 Personen festgestellt. 7,24 Prozent hatten Ohrenerkrankungen. Bei 5,3 Prozent der Untauglichen wurden Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen festgestellt. Untauglich wegen Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen waren 4,3 Prozent. Augenleiden stellte man bei 4,2 Prozent fest.

Die Zahl der Untauglichen war in den vergangenen Jahren mit rund 13 Prozent stabil. 2007 wurden 13,1 Prozent, 2006 13,4 Prozent, 2003 13,9 Prozent und 2002 13,7 Prozent der Stellungspflichtigen ausgesiebt.

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