"Flurbereinigung"

Experte: “Finanzkrise ist passende Ausrede”

Kärnten
04.02.2009 17:29
Jeden Tag purzeln Konkursnachrichten aus dem Redaktionsfax: Eine ehemalige Klagenfurter Traditionsbäckerei ist endgültig pleite, ein Kleinunternehmer muss wegen 60.000 Euro Schulden dicht machen und bei Blumen Platzner fehlen zwei Millionen. "Das meiste ist allerdings Flurbereinigung", sagt ein Experte.

Im Jänner gab es in Kärnten 30 Konkurse. Viel, wenn man das auf das Jahr hochrechnet. "Das wären rund 360. Normalerweise haben wir höchstens 200", weiß Dr. Arno Ruckhofer vom Kreditschutzverband. "Es schaut nicht rosig aus." Allerdings hat er andere Theorien, warum es derzeit in der Kärntner Wirtschaft ordentlich kracht: "Die Finanzkrise ist für viele Unternehmer die passende Ausrede", so Ruckhofer.

"Alles geleast und gehört der Bank"
 "Da wurde jahrelang wild durch die Gegend gewirtschaftet, es gibt keine Rücklagen, keine Investitionen, kein Vermögen. Alles ist geleast und gehört der Bank." 

Und die Geldinstitute verweigern weitere Kredite. An die 100 Jobs hat diese restriktive Sparpolitik schon gekostet. Ruckhofer: "Allerdings ist es auch ein Vorteil für andere Unternehmer. Sie können ihre Firmen aufpäppeln. Denn was Kärnten derzeit gar nicht brauchen kann, sind strampelnde Betriebe, die sich gegenseitig zu Tode konkurrenzieren!"

vn Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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