Di, 13. November 2018

Düstere Aussichten

04.02.2009 18:18

Mehr Geld für Qualifizierungsprogramme gefordert

Das Kärntner Arbeitsmarktservice (AMS) rechnet für 2009 mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte auf acht Prozent. Das sei eine sehr optimistische Schätzung, erklärte AMS-Geschäftsführer Josef Sibitz am Mittwoch. Besonders signifikant sei die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen - hier wurde gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um rund 41 Prozent verzeichnet. Um den negativen Entwicklungen gegensteuern zu können, fordert Sibitz mehr Geld vom Bund.

Im Jahresschnitt hat die Arbeitslosenquote in Kärnten 7,2 Prozent betragen, das war gegenüber 2007 ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkt. Österreichweit lag dieser Wert bei 5,8 Prozent. "Das Jahr war sehr durchmischt", kommentiert Sibitz die Kärntner Zahlen. "Wir hatten einen sehr guten Start, aber bereits in den Monaten August und September hat die Arbeitslosigkeit wieder zugenommen", so der AMS-Leiter.

Düstere Aussichten
Besonders signifikant ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Bei den Personen bis 25 Jahre waren um 40,7 Prozent mehr auf Arbeitssuche als im Jänner 2008. Auch die Situation jener 1.500 Personen, die sich derzeit in Kurzarbeit befinden, werde sich dieses Jahr nicht bessern. Mit einer Verdoppelung sei zu rechnen, erläuterte Sibitz.

Von den 1.800 zur Kündigung angemeldeten Personen hätten bereits 1.400 den blauen Brief bekommen, 400 befänden sich noch in der Warteschleife, so Sibitz. Ende Jänner betrug die Arbeitslosenquote mit 12,1 Prozent um zwei Prozentpunkte mehr als im Vergleichszentrum des Vorjahres.

Mehr Bundesmittel notwendig
Für 2009 hatte das AMS Kärnten bisher 56 Millionen Euro an Fördermittel bewilligt bekommen, zehn bis 15 Millionen Euro würde man in diesem Jahr zusätzlich benötigen, um der zu erwartenden Entwicklung gegensteuern zu können, sagte Sibitz. Er führt gerade Verhandlungen mit dem Bund und ist optimistisch, mehr Geld zu bekommen. Ausbildungsprogramme soll es nach wir vor für den Metallbereich geben. "Hier haben wir zwar die größten Einbrüche, aber wir möchten für den Aufschwung gerüstet sein," erklärte er.

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