30.07.2008 15:18 |

Totholz fehlt

Waldvögel in Österreich vom Aussterben bedroht

Fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Waldvögel ist vom Aussterben bedroht, da den Tieren der natürliche Lebensraum abhanden kommt. Viele Waldvögel brauchen alte Bäume, Totholz oder Höhlen als Brutplätze oder Futterquellen - doch sie finden diese Vorraussetzungen einfach nicht mehr vor.

Aus diesem Grund haben die Vogelschutzvereinigung BirdLife Österreich und die Österreichischen Bundesforste eine Kooperation zum Schutz der bedrohten Arten geschlossen.

Totholzanteil soll erhöht werden
Laut Bundesforste gibt es bereits einige Maßnahmen, die derzeit diskutiert werden: unter anderem die Erhaltung ökologisch wertvoller Waldränder sowie die Erhöhung des Totholzanteils. "In den nächsten 20 Jahren wollen wir bei den heute gefährdeten Arten wieder einen Zuwachs erreichen und ihren Bestand deutlich erhöhen", erklärte BirdLife-Geschäftsführer Gerald Pfiffinger.

59 Vogelarten gefährdet
Von den 133 Waldvögel stehen laut Bundesforste 59 auf der Roten Liste der gefährdeten Waldvogelarten. Dazu zählen unter anderem der Raufußkauz, der Sakerfalke, der Wespenbussard, fünf verschiedene Spechtarten sowie der im Wald lebende Schwarzstorch. Dieser weist in ganz Österreich nur mehr einen Bestand von 200 bis 300 Brutpaaren auf.

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