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26.07.2016 - 18:03
Foto: thinkstockphotos.de, Wayne England

Forscher: "Aliens sind möglicherweise alle tot"

26.01.2016, 06:34

Seit Jahrzehnten suchen Wissenschaftler nach Hinweisen auf außerirdisches Leben, doch bis dato ohne Erfolg. Eine Studie von australischen Astrobiologen liefert dafür eine einfache wie auch überraschende Erklärung: Wenn man keine Signale von Aliens empfange, dann deshalb, weil diese alle schon tot seien, so die Hypothese der Forscher.

Eigentlich spricht in Anbetracht der immensen Zahl von Sonnensystemen im Universum viel dafür, dass neben der Erde irgendwo sogenannte habitable Planeten existieren, auf denen Leben, so wie wir es kennen, möglich ist. Und zumindest auf einigen der Himmelskörper sollte sich so etwas wie eine Zivilisation entwickelt haben. Doch wenn ja, "wo sind sie?", fragte sich schon in den 1950er- Jahren der italienische Quantenphsiker Enrico Fermi.

"Das Universum ist vermutlich voll von bewohnbaren Planeten, weshalb viele Wissenschaftler glauben, dass es vor Aliens nur so wimmelt", schreibt der Astrobiologe Aditya Chopra von der Australian National University (ANU) in Canberra. Weil frühes Leben sehr fragil sei, glaube er aber, dass es sich kaum einmal rasch genug entwickle, um länger zu überleben.

Das Parkes-Radioteleskop sucht nach Signalen Außerirdischer.
Foto: Wayne England

Zeitfenster für Entstehung von Leben ziemlich klein

Gemeinsam mit dem Koautor der Studie, dem ANU- Forscher Charley Lineweaver, postuliert er, dass die Bedingungen auf jungen Planeten zu instabil für die Entstehung von Leben seien. Zudem sei das Zeitfenster, in dem Leben enstehen können, selbst auf habitablen Himmelskörpern ziemlich klein, heißt es in der Studie  der Forscher.

So sei es beispielsweise auf Felsplaneten, auf denen es Wasser gibt, die ersten 500 Millionen Jahre nach deren Entstehung zu heiß für Leben. Erst in den darauffolgenden 500 Millionen Jahren könnte Leben entstehen, doch gelinge das in dieser Zeitspanne nicht, dann werde es auf dem Planeten infolge des galoppierenden Treibhauseffektes entweder zu kalt oder zu heiß für Leben - so etwa geschehen auf dem Mars, der stark abkühlte und beinahe sein gesamtes Wasser verlor, oder der Venus, auf der heute an der Oberfläche eine Temperatur von rund 400 Grad Celsius herrscht.

Die unwirtliche Oberfläche des Planeten Venus (Illustration)
Foto: ESA/AOES

Mikrobielles Leben stabilisiert das Klima

Laut Angaben der ANU- Forscher ist die einzige Chance, diesem Teufelskreis zu entkommen, an Leben gebunden. Auf der Erde habe es mikrobielles Leben geschafft, in den Klimahaushalt einzugreifen und so die Oberflächentemperatur des Planeten zu stabilisieren. Gelingt dies nicht, dann endet die Entwicklung fatal und möglicherweise schon bestehendes Leben wird aufgelöscht.

"Dass wir noch keine Anzeichen von Außerirdischen gefunden haben, hat vermutlich weniger mit der Wahrscheinlichkeit der Entstehung intelligenten Lebens zu tun, sondern vielmehr damit, dass es nur selten zur Entstehung biologischer Regulationsmechanismen auf der Oberfläche von Planeten kommt", ist Astrobiologe Chopra überzeugt. Wenn es außerirdisches Leben gebe, dann sei es höchstwahrscheinlich schon tot, so das Resümee des Forschers.

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26.01.2016, 06:34
wed, krone.at
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