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19.08.2017 - 00:32
Foto: Johann Haginger

Cold Case deckt Polizeischlampereien auf

03.03.2008, 11:27
„Die Aussage muss stark in Zweifel gezogen werden!“ – „Die Ermittlungsbeamten wurde in die Irre geführt!“ Solche Anmerkungen finden sich in den Protokollen um den Mord an Petra Rothmayer (28) vor zwölf Jahren in Linz. Nun soll das „Cold Case“-Management des LKA den Mord und Polizeipannen klären.
Wie exklusiv berichtet, will das oberösterreichische Landeskriminalamt im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft ungeklärte Kapitalverbrechen der vergangenen Jahrzehnte aufrollen. Dazu gehört auch der Mord an der hübschen Krankenpflegerin Petra Rothmayer am 17. November 1996.

An jenem Tag hatte die Frau in einem Lokal eine Auseinandersetzung mit ihrem 33- jährigen Freund, wurde von ihm geschlagen. Zusammen fuhren sie dann im Taxi weg – und Petra verschwand. Drei Wochen später, am 6. Dezember, wurde ihre Leiche aus der Traun gefischt. Ihr Freund geriet unter Mordverdacht. Doch Bekannte von ihm behaupteten, Petra noch Tage nach ihrem Verschwinden in der Stadt gesehen zu haben – der Verdächtige wurde daraufhin enthaftet.

Aber laut Obduktion muss Petra sehr wohl zum Zeitpunkt ihres Verschwindens tot gewesen sein. Außerdem trug sie beim Auffinden dieselbe Kleidung wie zum Zeitpunkt, als sie das letzte Mal lebend gesehen wurde, sie hatte kein Geld, um Essen zu kaufen, und sie wurde nur von Bekannten des Verdächtigen, aber von keinem ihrer Freunde nach dem Verschwinden gesehen. All diese Ungereimtheiten wurden zwar in Aktennotizen erwähnt, aber nie näher verfolgt. So blieb das Verbrechen ungesühnt…

Bei der „Cold Case“- Aktion des LKA werden also auch Schlampereien bei den damaligen Ermittlungsarbeiten der Linzer Kripo durchleuchtet werden müssen, um alte Verbrechen vielleicht doch endlich mit modernster Kriminaltechnik noch aufklären zu können. „Kein Opfer ist je vergessen“, verspricht LKA- Chef Dr. Rudolf Keplinger.

Foto: Johann Haginger
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