So, 17. Dezember 2017

Tschetschenen-Bande

01.12.2017 15:34

Polizei rückt zu Wiener Schutzgeld-Prozess aus

Schwer bewaffnete Polizisten der Sondereinheit WEGA vor der Türe des Verhandlungssaales 211 im Wiener Landesgericht, dazu strenge Kontrollen beim Eingang. Es herrscht Sicherheitsalarm. Acht Tschetschenen müssen sich wegen mehrfacher Schutzgelderpressungen verantworten.

In einem Fall geht es um einen Friseur in Floridsdorf. Als der sein Geschäft eröffnete, soll er von den Angeklagten eingeschüchtert worden sein. Denn ein Freund der Bande betreibt in der Nähe auch einen Frisiersalon.

Behandlung mit Gurkenmasken
Die Angeklagten bestreiten jede Gewalt und ihr Anwalt Florian Kreiner legte ein Foto vor, das im Gerichtsaal für unfreiwillige Heiterkeit sorgte: Drei der acht bärtigen Männer sind darauf in den Frisiersesseln zu sehen - bei einer Behandlung mit Gurkenmasken.

Ebenso bestreiten die Angeklagten die Erpressung eines Arztes. Der Mediziner soll vielmehr junge Tschetschenen leichtfertig mit Suchtgift versorgt haben. Das hätte die Älteren massiv gestört und deshalb drohten sie mit Anzeige.

Ermittlungen laufen
Aufgeflogen ist die Bande, nachdem im März auf der Donauinsel ein Treffen von bewaffneten Tschetschenen von der Polizei ausgehoben worden ist. Ermittelt wird auch nach dem Brand in einer Pizzeria im niederösterreichischen Hollabrunn. Diese soll angezündet worden sein, um die Versicherungssumme von 250.000 Euro zu kassieren. Der Schutzgeld-Prozess geht am 13. Dezember weiter.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden