Do, 23. November 2017

Toter Bär

30.10.2017 15:11

Bär verendete nach Unfall im Gailtal

Tödlich endete ein Zusammenstoß mit einem Auto für einen Bären im Feistritz an der Gail. Als das Tier in der Nacht auf Montag die Vorderberger Straße überqueren wollte, prallte ein Auto dagegen - der Bär flüchtete, wurde jedoch wenige Stunden später tot im Straßengraben aufgefunden.

Als er den Bären sah, war es schon zu spät: Der junge Autofahrer - ein 22-jähriger Klagenfurter - konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte gegen das Tier. Dieses flüchtete in den Wald neben der Straße. Weder am Fahrzeug noch an der Unfallstelle konnten Schweiß- oder Blutspuren gefunden werden. Der Lenker blieb unverletzt, am Pkw entstand erheblicher Schaden.

Vom Bär fehlte jede Spur - bis Montagvormittag. Da waren Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hermagor mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, als sie das verendete Tier rund 30 Meter von der Unfallstelle entfernt im Straßengraben entdeckten.

Älterer, männlicher Bär
Thomas Huber, freiberuflicher Wildbiologe, war gleich nach dem Fund des Kadavers vor Ort: "Ich habe mir den Bären kurz angesehen. Bei einer Schulterhöhe von circa 90 Zentimetern und so großen Tatzen kann es sich nur um einen männlichen Bären handeln. Ich schätze, er ist fünf Jahre alt." Das Tier dürfte an inneren Verletzungen verendet sein.

Dass ein so alter Bär so nahe an eine Straße kommt und diese sogar überquert sei überraschend, so der Wildbiologe. "Ich habe damit gerechnet, dass es sich um einen jungen, unerfahrenen Bären handelt. Wahrscheinlich hat er sich im Maisfeld neben der Straße etwas zu Essen geholt."

Kadaver wird untersucht
Nach der Bergung wurde das Tier in die Kühlanlage der Jägerschaft in Feistritz an der Gail gebracht. Der Kadaver wird in Folge an der veterinärmedizinischen Anstalt des Landes untersucht. Wichtig sei es, eine eindeutige Todesursache festzustellen und DNA-Proben zu nehmen. Erst dann kann klar gesagt werden, ob das Tier bekannt ist und ob es sich womöglich um den gleichen Bären handelt, der in diesem Gebiet schon mehrere Schafe gerissen und Bienenstöcke geplündert hat.

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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