Mo, 11. Dezember 2017

Sobotka unverletzt

08.10.2017 12:32

Minister-Konvoi in Frontalkollision verwickelt

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) ist am Samstagabend auf der Packer Bundesstraße bei Völkermarkt in Kärnten in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, bei dem ein 48-jähriger Klagenfurter und sein neunjähriger Sohn schwer verletzt wurden. Ein Begleitfahrzeug des Ministers, der unverletzt blieb, prallte vermutlich wegen Wildwechsels frontal in das Auto des Klagenfurters, berichtete die Landespolizeidirektion Kärnten.

Sobotka war demnach nicht in den Unfall involviert, der sich rund 400 Meter nach der Autobahnabfahrt Völkermarkt Ost in Fahrtrichtung Griffen ereignete.



Der Minister sei im ersten Fahrzeug des Konvois gesessen, das dem querenden Wild ausweichen konnte. Das zweite Fahrzeug mit drei Cobra-Personenschützern sei dagegen im Zuge eines Abbrems- und Ausweichmanövers auf die linke Fahrbahnseite geraten. Dabei sei das von einem 48-jährigen oberösterreichischen Polizeibeamten gelenkte Auto in das entgegenkommende Auto eines gleichaltrigen Klagenfurters geprallt.

Neunjähriger in künstlichem Tiefschlaf
Die drei Cobra-Beamten wurden "relativ leicht verletzt", wie Polizeisprecher Rainer Dionisio auf Anfrage mitteilte. Der Klagenfurter wurde hingegen im Fahrzeug eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen, ebenso wie sein am Rücksitz mitfahrender neunjähriger Sohn. Der Bub wird im Klinikums Klagenfurt am Wörthersee intensivmedizinisch betreut und befinde sich im künstliche Tiefschlaf, sagte Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig am Sonntag auf Anfrage. Der Zustand des Kindes sei aber stabil.

Der Lenker wurde ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, die Feuerwehren Haimburg und Enzelsdorf führten die Bergungsarbeiten durch.

Der ÖVP-Politiker war wegen eines "Sicherheitstermins" bei der Polizeidirektion Griffen in der Gegend unterwegs gewesen, sagte Dionisio. Nach dem Unfall sei der Minister befragt worden, die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an, die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen bestellt, der den Unfall untersuchen wird: "Das ist ein üblicher Vorgang bei schweren Unfällen." An der Unfallstelle gilt laut Dionisio eine 80-km/h-Beschränkung. "Laut ersten Zeugenbefragungen war das Dienstauto zum Unfallzeitpunkt mit unter 50 km/h unterwegs", sagte der Polizeisprecher.

Auto des Innenministers auch letztes Jahr in Unfall verwickelt
Laut dem ORF Kärnten wollte Sobotka vom Termin in Griffen zum St. Veiter Wiesenmarkt weiterfahren. Bereits im August des vergangenen Jahres war ein Auto des Innenministers in einen Auffahrunfall verwickelt. Ein nachfolgender Pkw mit Leibwächtern des Ministers war auf das Heck des Dienst-BMW aufgefahren. Verletzt wurde damals niemand.

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Redaktion
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