Seit mehr als einem Monat ist die Bildungsdiskussion in Österreich von einem Thema bestimmt, das eigentlich wichtigere Fragen und Probleme in den Hintergrund drängt und von ihnen ablenkt: In neuen Unterrichtsfächern soll der Umgang mit KI gelehrt und Raum für Demokratie- und Medienbildung geschaffen werden. Es ist richtig, dass im 21. Jahrhundert ein überlegter Umgang mit KI, Medien- und Demokratiebildung überaus wichtig ist. Und genau deshalb handelt es sich bei diesen Bereichen um Querschnittsmaterien, die in fast allen Unterrichtsfächern Berücksichtigung finden sollen. Kompetenzen in diesen Querschnittsmaterien erwerben Lernende anhand von konkreten Inhalten. Das wird im Unterricht aller (Fremd-)Sprachen ermöglicht, denn Ausdrucks-, Denk-, Kommunikations- und Handlungsfähigkeit – wesentliches Ziel von Demokratiebildung – sind zu einem guten Teil von Sprachkompetenz abhängig. Es braucht aber ausreichend Zeit, Sprachkompetenz zu erwerben. Eine Kürzung der Unterrichtsstunden bringt nur Verluste und ist daher nicht sinnvoll. Den Lehrenden von Fremdsprachen, auch den oft besonders engagierten Lateinlehrerinnen und -lehrern, braucht man nicht zu unterstellen, sie würden an der Vergangenheit festhalten und die Erfordernisse der Gegenwart nicht erkennen. Gerade Auseinandersetzung mit Propaganda, Manipulation und Fake News sind schon seit vielen Jahren wichtige Themen des Lateinunterrichts, der noch dazu neben einem Sprachfach auch ein Kulturfach ist. Denn in der Auseinandersetzung mit lateinischen Texten wird nicht bloß die sprachliche Kompetenz geschult und gefördert, sondern anhand der Inhalte auch Verständnis erworben für Neues, Anderes und Fremdes. Neugier und Offenheit für die Fragen und Herausforderungen der Zukunft können so geschaffen werden. Ein Unterricht, der dies erreichen soll, braucht Zeit. Stundenkürzungen bewirken einen Qualitätsverlust.
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