Ob es ehemals hoch geschätzten Politikern heute besser erginge? Überall wird man beobachtet, fotografiert, gefilmt – wie die Geier auf Fehler lauernd, auf eine unüberlegte Wortwahl. Die alte Redewendung „sein Herz auf der Zunge tragen“, grader Michl und Ähnliches sind heute nicht mehr gefragt. Denn es muss alles überkorrekt sein, gendergerecht, emotionslos, mit anderen Worten: farblos. Was wäre aus Österreich wohl geworden, wenn man nach dem 2. Weltkrieg auf jeder Entscheidung herumgeritten wäre, ohne selbst zur Lösung beizutragen? Wenn alle nur auf sich bedacht gehandelt hätten, wenn alle missgünstig, selbstgerecht und dabei noch unwillig gewesen wären, einmal etwas für das Gemeinwohl zu machen oder einen Kompromiss einzugehen? Das Wohl aller will man der Politik überantworten. Aber wenn viele bloß noch mit dem Fuß aufstampfen, wenn ihnen eine Entscheidung nicht 100% ins Konzept passt und sich einem Kompromiss oder schwierigen Entscheidungen verweigern, da würde es einem Herrn Figl heute auch schwerfallen, etwas auszurichten. Freiheit und Selbstbestimmtheit sind in aller Munde, schauen aber für mich oft wie Engstirnigkeit und Egoismus aus.
Monika Wurzenberger, Wien
Erschienen am Do, 13.1.2022
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