Das freie Wort

Kampf gegen Windmühlen

Vollkommen richtig stellt eine Leserbriefschreiberin fest, dass man nicht alle Menschen verurteilen soll, die eine andere Meinung haben als man selbst. Auch hat sie recht, wenn sie sagt, man soll sich zusammensetzen und sich austauschen und diskutieren. Man sagt ja nicht umsonst, dass mit dem Reden die Leute zusammenkommen. Doch kann man mit allen und jedermann(frau) auf Augenhöhe diskutieren? Kann man mit Staatsverweigerern, Identitären, Neo-Nazis, Berufsdemonstranten oder gewalttätigen bzw. aufgehetzten Chaoten über Demokratie in einen Dialog treten? Neo-Nazis schreien nach Freiheit und vergessen dabei, dass das von ihnen verherrlichte System den Wunsch nach Freiheit sehr, sehr oft mit dem Tod bestrafte. Ein Parlamentarier bezeichnet unser Österreich als Diktatur und versteckt sich hinter einer demokratisch gewährleisteten Immunität. Diesem Brunnenvergifter wären nur ein paar Tage in einer richtigen Diktatur zu wünschen! Wie lange dürfte er dort seine hasserfüllten Ungeheuerlichkeiten verbreiten? Eine Einweisung zumindest in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher hätte er sofort zu gewärtigen. Mit den erwähnten Personenkreisen über Demokratie zu diskutieren ist ein Kampf gegen Windmühlen. Oder gleichzusetzen damit, wenn Gletscherforscher versuchen würden, den Gletscherrückgang mit Klimaanlagen und Trockeneis zu bekämpfen.

Peter Grandits, Stinatz

Erschienen am So, 9.1.2022

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