Die Männer-Pille hat aber natürlich den Vorteil, dass der Effekt reversibel ist. Das Verhütungsmittel ist außerdem so sicher wie die Pille für die Frau. Die Genfer Forscherin Kirsten Vogelsong, die für die Entwicklung der Männer-Pille insgesamt 1.756 Männer getestet hat und für die Weltgesundheitsorganisation WHO arbeitet, ist von der Methode überzeugt. Sie sagt: „Wenn ein Paar eine Methode wählt, die auf dem Mann beruht, bedeutet das nicht, dass sie sich mit der zweitsichersten Methode begnügen müssen.“
Leider stehen die Chancen, dass ein solches Medikament bald auf den Markt kommt, schlecht. Einerseits berichten Forscher, dass viele männliche „Versuchskaninchen“ in Testreihen über starke Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen klagen, sogar wenn lediglich Placebos verabreicht würden. Das gibt einen Hinweis darauf, dass Männer mit der Pille psychisch nicht klar kommen. Außerdem scheint es Unterschiede bei verschiedenen ethnischen Rassen zu geben. So hat der Hormonmix im Test bei Weißen besser gewirkt als bei Schwarzen oder Asiaten, das berichtet der Schweizer "Blick".
Weitere Testreihen mit 400 Paaren in sieben Ländern sollen nun folgen.
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