Urkunden gefälscht

Ex-Beamtin (28) wegen Amtsmissbrauch vor Gericht

Den Aufenthaltstitel „Rot-Weiß-Rot-Karte“ sollen eine 28-Jährige und ein 32-Jähriger mit gefälschten Dokumenten in 23 Fällen erschlichen haben. So zumindest der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, die die ehemalige Magistratsbeamtin und ihren Ex-Freund wegen falscher Beweisaussage und Missbrauch der Amtsgewalt anklagte.

Zwischen Februar und Oktober 2023 sollen die zwei Angeklagten 23 Mal mit gefälschten Urkunden die „Rot-Weiß-Rot-Karte – Fachkraft in einem Mangelberuf“ für andere Personen erschlichen haben. Dazu hat die Erstangeklagte (28) – damals Beamtin des Magistrats Linz – Berufsschulzeugnisse, Sprachzertifikate oder Abschlussdiplome an das Arbeitsmarktservice (AMS) weitergeleitet.

Dokumente gefälscht
Bekommen hat sie die Dokumente vom Zweitangeklagten, ihrem jetzigen Ex-Freund (32). Der hat die Schriftstücke teils selbst gefälscht, teils in Auftrag gegeben oder auf anderen Wegen besorgt. Die 28-Jährige hat die Fälschungen dann in seinem Auftrag für Erstanträge für die „Rot-Weiß-Rot-Karte“ ans AMS weitergeleitet.


Schwindel flog auf
Die Dokumente sind Voraussetzung zur Prüfung der Zulassungsvoraussetzung für einen Aufenthaltstitel. Insgesamt 23 Mal soll das Duo so agiert haben, bevor die Fälschungen beim AMS aufflogen. Am Freitag mussten sich beide wegen Missbrauch der Amtsgewalt, falscher Beweisaussage und Nötigung vor einem Schöffensenat am Landesgericht Linz verantworten.

Beide geständig
Im Falle einer Verurteilung wäre ein Strafrahmen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren möglich gewesen. Die bisher unbescholtenen Angeklagten gaben alles zu. Beide wurden zu bedingten Haftstrafen verurteilt, die Frau zu 18 Monaten, der Mann zu 24 Monaten. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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