Fr, 22. Juni 2018

Rekordstrafe

10.10.2007 14:19

Energieunternehmen muss 4,6 Milliarden zahlen

Das US-Energieunternehmen American Electric Power (AEP) muss nach einem längeren juristischen Tauziehen mit der Regierung 4,6 Milliarden Dollar, rund 3,28 Milliarden Euro, für saubere Kohlekraftwerke investieren. Darauf haben sich das Justizministerium in Washington und das Unternehmen am Dienstag in einem außergerichtlichen Vergleich geeinigt.

Das Unternehmen habe sich verpflichtet, durch neue Technologien die Schadstoffemissionen seiner Kohlekraftwerke in fünf US-Bundesstaaten um insgesamt 800.000 Tonnen im Jahr zu verringern, teilte das Ministerium mit.

Es handelt sich um den höchsten Betrag bei einem juristischen Vergleich mit der US-Regierung in Umweltfragen. „Das ist wirklich ein historischer Tag für saubere Luft in den USA“, kommentierte ein leitender Beamter der US-Umweltbehörde. Der Vergleich sieht den Angaben zufolge ebenfalls eine Strafe in Höhe von 15 Millionen Dollar, sowie 60 Millionen Dollar zur Säuberung verschmutzter Böden und Gewässer, darunter die Chesapeake-Bucht nahe Washington, vor.

Ausstoß von Schadstoffen muss reduziert werden
Wie das Justizministerium weiter mitteilte, muss das Unternehmen vor allem den Ausstoß an Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Ruß reduzieren. Betroffen seien Kohlekraftwerke in den Bundesstaaten Indiana, Kentucky, Ohio, Virginia und West Virginia. Der Rechtsstreit dauerte bereits seit 1999 an. Die Klage war von neun Staaten, 13 Umweltgruppen und der US-Umweltbehörde EPA angestrengt worden.

Das Unternehmen hatte mehrfach betont, nicht gegen bestehende Umweltschutz-Bestimmungen verstoßen zu haben. „Wir haben aber zugleich deutlich gemacht, dass wir bereit sind, Wege zu einer vernünftigen Lösung dieser Angelegenheit zu erwägen“, teilte AEP-Chef Michael Morris auf der Webseite des Unternehmens mit.

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