18.09.2007 21:11 |

Trotz Rückfallgefahr

Haftverlängerung für Vergewaltiger abgelehnt

Anfang der 90er Jahre hat ein spanischer Serienvergewaltiger unter den Frauen in Barcelona Angst und Schrecken verbreitet, am Wochenende wird er aus der Haft entlassen und das, obwohl Psychologen dem Gefangenen eine "hohesRisiko der Rückfälligkeit" bescheinigt haben. Ein Berufungsgericht in der katalanischen Metropole hat jedenfalls einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verlängerung der Haftzeit zurückgewiesen.

Der Mann war als "Vergewaltiger von Vall d'Hebron" in die spanische Kriminalgeschichte eingegangen - benannt nach dem Stadtteil von Barcelona, in dem er seine Verbrechen begangen hatte. Er wurde wegen 16 Vergewaltigungen und einer Serie weiterer Sexualdelikte zu insgesamt 311 Jahren Haft verurteilt. Davon musste er nach spanischem Recht 20 Jahre verbüßen. Diese Zeit läuft - nach Abzug von Hafterleichterungen - am Samstag ab.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass es im spanischen Recht keine Bestimmung gebe, die eine Verlängerung der Haftzeit zulasse. Der Mann war 1987 erstmals wegen eines Sexualverbrechens zu einer Haftstrafe verurteilt und drei Jahre später aus dem Gefängnis entlassen worden. Zehn Tage nach seiner Freilassung begann er seine Serie von Vergewaltigungen.

Symbolbild

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