Mi, 15. August 2018

Tom-Cruise-Film

29.08.2007 16:41

Angeblich weitere Unfälle bei Dreh zu "Valkyrie"

Bei den Dreharbeiten für den Film "Valkyrie" (Walküre) mit Hollywood-Star Tom Cruise hat es nach Angaben einer Rechtsanwältin weitere Unfälle gegeben. Bei einem Vorfall in Potsdam sei sogar beinahe ein Komparse ums Leben gekommen, teilte Ariane Bluttner in Berlin mit.

Die Berliner Anwältin vertritt nach einem Unfall vor knapp zwei Wochen mehrere verletzte Komparsen bei ihren Schadenersatzforderungen. Dagegen zeigte sich die Sprecherin einer PR-Agentur, die im Auftrag der US-Filmproduktionsfirma United Artists handelt, erstaunt von den Vorwürfen. "Davon höre ich zum ersten Mal. Ich weiß nicht, was Frau Bluttner da recherchiert hat", sagte sie.

Bremsen funktionierten nicht
Nach Angaben der Rechtsanwältin ist ein Komparse bei einem Probedreh in Potsdam-Drewitz Mitte August von der Ladefläche eines Lastwagens gefallen, als sich eine Seitenklappe gelöst habe. Ohne das schnelle Eingreifen eines anderen Komparsen wäre der Mann während der Fahrt mit dem Kopf gegen einen aus dem Boden ragenden Stahlträger geprallt, sagte Bluttner. Zudem hätten die Bremsen des Lastwagens nicht funktioniert.

Schnittverletzungen
Bei Dreharbeiten am Flughafen Tempelhof hätten außerdem zahlreichen Statisten gefährliche Schnittverletzungen erlitten. Ihre Erkenntnisse stützt Bluttner auf Gespräche mit 15 bis 20 Zeugen, die übereinstimmend über die Ereignisse berichtet hätten. Außerdem will sie in einem Internet-Blog weitere Stellungnahmen sammeln und auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen.

Nachdem bekannt geworden war, dass sich am 19. August elf Komparsen beim Sturz von einem Lastwagen verletzt hatten, hatte das Landesamt für Arbeitsschutz Ermittlungen aufgenommen. Diese laufen noch weiter. Derzeit konzentrieren sich die Untersuchungen auf die
damals eingesetzten Fahrzeuge.

Cruise meldete sich zu Wort
Inzwischen hat sich US-Schauspieler Tom Cruise in die Diskussion um den umstrittenen Film eingeschaltet – wenn auch nicht um jene um die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen. "Ich trage eine große Verantwortung gegenüber den Deutschen, für die ein Mann wie von Stauffenberg von tiefer Bedeutung ist", sagte der 45-Jährige während der Dreharbeiten zu "Valkyrie" der Illustrierten "Bunte". Auf die Rolle habe er sich acht Monate lang intensiv vorbereitet, berichtete Cruise.

Mit Blick auf die Diskussion in Deutschland, dass er als bekennender Scientologe nicht Stauffenberg spielen solle, sagte er: "Wartet bitte mit euren Kommentaren, bis ihr den Film seht."

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