08.06.2007 16:53 |

Trotz EU-Verordnung

Handy-Gespräche erst im nächsten Urlaub billiger

Österreichs Handykunden werden voraussichtlich erst im nächsten Sommerurlaub von den neuen EU-Limits für Handy-Gespräche im Ausland profitieren. Nach dem Beschluss der neuen EU-Verordnung haben die großen Handynetzbetreiber A1, T-Mobile und One am Freitag versichert, dass sie ihre Kunden noch vor Fristende umstellen werden. Allerdings verweisen alle drei Betreiber auf technische Probleme.

"Wir müssen über 3,6 Mio. Kunden persönlich informieren. Das ist ein wahnsinniger Aufwand", sagte die Sprecherin der Mobilkom Austria (A1), Elisabeth Mattes, am Freitag. Beim Konkurrenten T-Mobile/tele.ring kann man sich kaum vorstellen, dass Kunden in Österreich noch vor Ende August den neuen Tarif erhalten werden. "Es ist kaum vorstellbar, dass es früher geht. Eine Umstellung noch im Juli/August ist wahrscheinlich technisch nicht möglich", sagte T- Mobile-Sprecherin Andrea Karner.

Auch One-Sprecherin Petra Jakob verwies auf die technischen Schwierigkeiten. So müsse man etwa auch Wertkarten-Kunden informieren, die teilweise nicht namentlich registrieren seien. Wann die Kunden beim viertgrößten Anbieter "3" (Hutchison) die neuen EU- Traife erhalten werden, ist noch unklar. Grund dafür seien die noch ausständigen Verhandlungen mit den Roaming-Partnern.

Die EU-Staaten hatten am Donnerstag endgültig eine neue Verordnung beschlossen, die für Handy-Telefonate im EU-Ausland eine Preisgrenze von zunächst 59 Cent pro Gesprächsminute und für die Annahme eines Anrufs im EU-Ausland 29 Cent vorsieht. Ab 30. Juni haben die Betreiber demnach ein Monat Zeit, ihren Kunden die neuen Tarife vorzulegen. Weiters muss der Kunde künftig via kostenloser SMS- Kurznachricht "ohne unnötige Verzögerungen" seine persönlichen Roaming-Tarife erfahren, die ihm für ausgehende oder angenommene Anrufe maximal in dem besuchten EU-Mitgliedstaat berechnet werden.

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